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70. Jahrestag des Kienitzer Brückenkopfes Kulturstaatssekretär Gorholt nimmt an Gedenkveranstaltung teil

- Erschienen am 30.01.2015

Wann:  Samstag, 31. Januar 2015, 10.00 bis 14.00 Uhr

 

Wo:      Kienitz im Oderbruch, Landkreis Märkisch-Oderland

 

Was:    Kulturstaatssekretär Martin Gorholt nimmt anlässlich der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Bildung des Kienitzer Brückenkopfes am Westufer der Oder durch die Rote Armee an einem Gedenkgottesdienst, einer Ausstellungseröffnung sowie an Kranzniederlegungen teil und hält als Vertreter der Landesregierung eine Rede.

 

Staatssekretär Gorholt würdigt die Gedenkstätte in Kienitz als wichtigen Ort der Aufklärung und Erinnerung im Land. „Die Auseinandersetzung mit dem menschenverachtenden Regime des Nationalsozialismus ist gerade in diesem Jahr, in dem sich das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Befreiung der Konzentrationslager zum 70. Mal jähren, von besonderer Bedeutung. Vom Historiker Golo Mann stammt das Zitat: ’Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nicht in den Griff bekommen’. Ob es die deutsch-deutsche Teilung oder die Gründung des Landes Brandenburg vor 25 Jahren sind – all das ist ohne Blick auf die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert nicht einzuordnen. Der Gedenkort Kienitz ist ein wichtiger Bestandteil der zeitgeschichtlichen Erinnerungskultur des Landes und der historisch-politischen Bildung für nachfolgende Generationen – hier kann man sich sowohl mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges als auch mit dem Antifaschismus der DDR kritisch auseinandersetzen.“

 

Das Panzerdenkmal im Letschiner Ortsteil Kienitz wurde im vergangenen Jahr saniert. Das Sanierungsprojekt, das unter Begleitung des Kulturministeriums und in Kooperation mit der Gedenkstätte Seelower Höhen umgesetzt wurde, ist von landespolitischem Interesse: Es handelt sich um ein Mahnmal der DDR, das auch heute noch zur Auseinandersetzung mit dem vom nationalsozialistischen Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkrieg auffordert. Am Morgen des 31. Januar 1945 setzte die Rote Armee bei Kienitz über die Oder und errichtete einen Brückenkopf, der dazu diente, den Vorstoß auf die Seelower Höhen vorzubereiten. Tausende Soldaten verloren dabei ihr Leben.

 

Die Sanierung des Panzerdenkmals wurde von der Landesregierung mit Lottomitteln in Höhe von 40.000 Euro unterstützt. Die Ausstellung „… Oderland ist abgebrannt“ des Geschichts- und Heimatvereins Gusow-Platkow, die am morgigen Samstag eröffnet wird, wurde vom Kulturministerium im Rahmen des Kommunalen Kulturinvestitionsprogramms mit 10.500 Euro gefördert. Das Panzerdenkmal soll in diesem Jahr um Informationstafeln zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges und zur Entstehung des Denkmals ergänzt werden.

 

Wichtiger Hinweis – Die Gedenkveranstaltung findet an unterschiedlichen Orten in Kienitz statt:

  • 10.00 Uhr:        Gedenkgottesdienst in der Kirche Kienitz
  • 11.00 Uhr:        Eröffnung der Ausstellung „... Oderland war abgebrannt“                         des Geschichts- und Heimatvereins Gusow-Platkow
  • 12.00 Uhr:        Grußworte und Reden am Panzerdenkmal Kienitz
  • 13.00 Uhr:        Kranzniederlegungen am Panzerdenkmal Kienitz sowie                          am Mahnmal für alle Opfer des Krieges
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Datum
30.01.2015
Rubrik
PM