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24.11.2020

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Startschuss für Transmissions-Elektronen-Mikroskop

Ministerin Dr. Manja Schüle, Dr. Vladimir Roddatis, Prof. Dr. Niels Hovius, Prof. Liane G. Benning ©Zens/GFZ
Ministerin Dr. Manja Schüle, Dr. Vladimir Roddatis, Prof. Dr. Niels Hovius, Prof. Liane G. Benning ©Zens/GFZ

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle hat heute gemeinsam mit dem kommissarischen Wissenschaftlichen Vorstand des Deutschen GeoForschungsZentrums, Prof. Dr. Niels Hovius, den Startschuss zur Inbetriebnahme des neuen Transmissions-Elektronen-Mikroskops gegeben. Das Land hat das Gerät mit 2,8 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Strukturfonds (EFRE) gefördert. Weitere 500.000 Euro kommen vom GFZ.

Bei ihrem Besuch würdigte Forschungsministerin Dr. Manja Schüle das GFZ:

„Der Telegrafenberg hat nicht nur eine lange Forschungsgeschichte – der imposante Wissensberg beherbergt heute gleich mehrere Forschungsinstitute mit Weltruf. Besonders auf das GeoForschungsZentrum sind wir stolz. Es verfügt über eine ausgezeichnete Expertise im Bereich der Erdsystemforschung. Mit Professor Hovius übernimmt ein versierter Wissenschaftler und Top-Geologe kommissarisch den wissenschaftlichen Vorstand. Mit dem neu angeschafften Elektronenmikroskop kann das GFZ die Auswirkungen des Treibhauseffekts noch besser erforschen. Damit liefert es wichtige wissenschaftliche Beiträge für die Zukunft Brandenburgs, Deutschlands und Europas. Und macht deutlich: Hier entsteht ganz praktisch Zukunft im Land der Nachhaltigkeit. Und nicht zuletzt war es in mir in dieser schwierigen Phase ein besonderes Anliegen zu zeigen: Die Landepolitik steht zum GFZ und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Das leistungsfähige Transmissions-Elektronen-Mikroskop der neuesten Generation ist deutschlandweit einzigartig. Mit ihm können kleinste Strukturen von Gestein, Metallen und Biomaterialien im atomaren Bereich sichtbar gemacht werden. Die Proben stammen von Meteoriten oder Mikroben, von winzigen Einschlüssen in Diamanten, von Plankton aus dem Ozean oder aus Biomineralien. Am GFZ werden Mars-Meteoriten ebenso untersucht wie Gestein, das durch den Einschlag des Tunguska-Meteoriten in Sibirien verändert wurde.

Das 1992 gegründete Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ ist das nationale Forschungszentrum für Geowissenschaften in Deutschland. Es umfasst alle Disziplinen der Geowissenschaften. Die rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forschen schwerpunktmäßig zu Geochemie, Geodäsie, Geodynamik und Geoökologie sowie zu Naturkatastrophen. Die methodischen Kernkompetenzen des GFZ liegen unter anderem in der Anwendung und Entwicklung von Satellitentechnologien, in der Durchführung von Forschungsbohrungen sowie in der Analyse und Modellierung von Geoprozessen. Das Institut erhält in diesem Jahr mehr als 100 Millionen Euro im Rahmen der gemeinsamen Bund-Länder-Förderung.

Ident-Nr
333
Datum
24.11.2020
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