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Der Weihnachtsbaum für das Bundeskanzleramt kommt in diesem Jahr aus Brandenburg

- Erschienen am 18.11.2022 - Presemitteilung 392

Traditionell übergibt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW) auch in diesem Jahr einen Weihnachtsbaum an das Bundeskanzleramt. In Kooperation mit dem Waldbesitzerverband Brandenburg e.V. und PEFC Deutschland stellt in diesem Jahr die Stiftung Stift Neuzelle eine Fichte (lat. picea abies) aus dem Stiftswald. Gefällt wird sie heute im Wald bei Treppeln im Amt Neuzelle und am morgigen Samstag in Berlin aufgestellt. Die feierliche Übergabe des Weihnachtsbaumes an Bundeskanzler Olaf Scholz findet am 24. November im Ehrenhof des Bundeskanzleramtes statt.

Brandenburgs Wissenschafts- und Kulturministerin Manja Schüle:

„Aus Brandenburg kommen viele großartige Dinge: international renommierte Forschungsinstitute, erfolgreiche Hochschulen, außergewöhnliche Kulturangebote, innovative und kreative Menschen. Und in diesem Jahr auch der Weihnachtsbaum für das Kanzleramt in Berlin. Nein, keine klassische märkische Kiefer – aber dafür eine echt brandenburgische Fichte. Dass in Zeiten multipler Krisen der Weihnachtsbaum des Kanzlers aus den Wäldern rund um Neuzelle kommt, einem Ort der Kultur, des Friedens und des Miteinanders kommt, ist ein schönes Zeichen der Hoffnung.“

Stellvertretend für die Geschäftsführung der Stiftung Stift Neuzelle berichtet Jan Battmer:

„Es ist uns eine besondere Freude, dass in diesem Jahr ein Weihnachtsbaum aus den Wäldern der Stiftung Stift Neuzelle – und damit aus Brandenburg – das Bundeskanzleramt schmücken und in diesen bewegten Zeiten zur weihnachtlichen Stimmung beitragen kann.“

Boris Schnittker, Forstbetriebsleiter der Stiftung Stift Neuzelle führt aus:

„Die Fichte führt ein ambivalentes Dasein. Im Märchen ist der Fichtenwald der Ort des Unheimlichen und Gruseligen. In der Mythologie wird sie als Schutzbaum, Lebensbaum und Hoffnungssymbol verehrt und in der Forstwirtschaft gilt sie als Brot- und auch Problembaum zugleich. Wie schön, dass diese Fichte aus unseren Wäldern in voller Pracht das Kanzleramt schmückt.“

Frau Dr. Irene Seling, Hauptgeschäftsführerin der AGDW - Die Waldeigentümer:

„Wir bedanken uns beim Stift Neuzelle ganz herzlich für die Bereitstellung eines Weihnachtsbaumes für das Bundeskanzleramts. Die Suche nach einer großen wohlgewachsenen Fichte war nach den trockenen Sommern der vergangenen Jahre und den verheerenden Waldbränden 2022 nicht ganz leicht. Umso schöner dass im Stift Neuzelle ein passender Baum gefunden wurde. Möge er uns in den nächsten Wochen daran erinnern, was wir verlieren würden, wenn wir unsere Wälder nicht konsequent gegen den Klimawandel mit all seinen Folgen wappnen.“

Der Waldbesitzerverband Brandenburg freut sich, dass der Baum zum Fest im Kanzleramt aus Brandenburg kommt und damit Freude und Besinnlichkeit schenken kann.

„Spätestens in der Adventszeit und zu Weihnachten merken wir, es ist schön, dass wir auch Nadelbäume haben die das Fest verschönern und in diesen angespannten Zeiten für einen Ausgleich sorgen. Die Klimaveränderungen zeigen uns aber, dass der Waldumbau in den Kiefernwäldern in Brandenburg zu mehr Laubwald keinen Aufschub mehr duldet und wir endlich vom Reden zum Handeln kommen müssen“,

sagt Thomas Weber, Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Brandenburg.

Sebastian Loose, PEFC-Regionalassistent für die Region Brandenburg, freut sich über die Anerkennung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, die die Wahl eines PEFC-zertifizierten Baumes bedeutet:

„Ein PEFC-zertifizierter Weihnachtsbaum aus der Region vereint maximale Nachhaltigkeit: Kurze Transportwege und die Auszeichnung eines pfleglichen Umgangs mit dem Wald, aus dem er stammt. Denn nur eine nachhaltige Bewirtschaftung kann gewährleisten, dass die vielfältigen Leistungen des Waldes auch zukünftigen Generationen zur Verfügung stehen.“

Der stiftungseigene Forstbetrieb ist mit dem PEFC-Siegel (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) für nachhaltige Waldbewirtschaftung zertifiziert. Dies garantiert durch unabhängige Kontrollen die Einhaltung ökologischer, ökonomischer und sozialer Anforderungen an die Waldbewirtschaftung. Insgesamt verwaltet und bewirtschaftet die Stiftung Stift Neuzelle auf 11.200 Hektar Eigentumsfläche mehr als 9000 Hektar Wald aus dem ehemaligen klösterlichen Besitz. Sie stellt somit flächenmäßig einen der größten Frostbetriebe Deutschlands dar. Ebenso betreibt die Stiftung einen RuheForst© im Schlaubetal.

Der Erlös der Waldbewirtschaftung dient heute dem gesetzlich geregelten Stiftungszweck und unterstützt unter anderem Erhalt, Pflege und kulturelle Bespielung des ehemaligen Zisterzienserklosters Neuzelle, dem denkmalgeschützten „Barockwunder Brandenburgs“. Weiterhin wird in die Entwicklung klimastabiler Wälder investiert.