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18.01.2021

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Vom Kino zum Kunstmuseum

Lichtspieltheater der Jugend ©Stadt Frankfurt (Oder)
Lichtspieltheater der Jugend ©Stadt Frankfurt (Oder)

Der Stiftungsrat der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus–Frankfurt (Oder) hat heute das Gesamtkonzept zur Standort-Neuordnung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst gebilligt. Damit kann das unter Denkmalschutz stehende ehemalige ‘Lichtspieltheater der Jugend‘ in Frankfurt (Oder) zum Frankfurter Standort des Landesmuseums ausgebaut werden. Das teilte Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle als Vorsitzende des Stiftungsrates mit.

„Damit kann mit der Planungsphase begonnen werden. Als gebürtige Frankfurterin bin ich mit dem Lichtspieltheater groß geworden. Es ist ein bedeutender Ort der Frankfurter Identität und Teil der Stadt-Seele. Ich freue mich, dass wir nun das frühere Kino nach jahrelangem Leerstand zu einem attraktiven und überregional bedeutsamen Standort des Landesmuseums für moderne Kunst entwickeln können – und damit wieder zu einem Ort der Kultur und der Begegnung machen. Der Bund unterstützt den Ausbau in den kommenden Jahren mit 11,5 Millionen Euro, weitere 11,5 Millionen Euro stellt das Land im Rahmen des Zukunftsinvestitionsförderungsgesetzes bereit.“

Das ‘Lichtspieltheater der Jugend‘ wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als erstes Lichtspieltheater der Stadt Frankfurt (Oder) gebaut. Nach starken Kriegszerstörungen wurde es 1954 wieder aufgebaut. Später wurde das Filmtheater auch für Konzerte, Kulturveranstaltungen und Jugendweihen genutzt. Im Jahr 1998 wurde das Kino geschlossen, 2019 übernahm die Stadt das Gebäude. Sie stellt es jetzt der Brandenburgischen Kulturstiftung für den Bau eines Kunstmuseums zur Verfügung. Als nächster Schritt ist ein Gestaltungswettbewerb geplant, der Baustart soll ab 2022 erfolgen.

Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst an den beiden Standorten Cottbus und Frankfurt (Oder) wurde im Juli 2017 mit der Fusion der beiden Museen Dieselkraftwerk (dkw) und Junge Kunst (MJK) gegründet. Das Landesmuseum mit seinen insgesamt mehr als 42.000 Kunstwerken ist Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder). Es wird von Ulrike Kremeier geleitet. Das Land unterstützt die Brandenburgische Kulturstiftung in diesem Jahr mit rund 15,5 Millionen Euro.

 

 

Ident-Nr
7
Datum
18.01.2021
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