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03.09.2020

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Industriekultur und Kunstgenuss

Borsighalle © Torsten Stapel
Borsighalle © Torsten Stapel

Kulturministerin Manja Schüle hat heute Nachmittag im Rahmen ihrer Kreisreise im Landkreis Barnim die Borsighalle in Eberswalde und die Galerie Bernau besucht. Zuvor hatte sie bereits der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswade einen Besuch abgestattet.

Nach ihrem Besuch zeigte sich Ministerin Manja Schüle beeindruckt von der Stahlkonstruktion der Borsighalle:

„Die Borsighalle in Eberswalde ist ein beeindruckendes Zeugnis der Industriekultur in Brandenburg. Die frei tragende Bogenhalle war Vorbild für Industriebauten wie der Londoner St. Pancras Station oder der Bahnhofshalle Berlin-Alexanderplatz. Ich freue mich, dass wir als Land in den vergangenen Jahren dazu beitragen konnten, diese Industrie-Ikone mit mehr als 900.000 Euro zu sichern. Im nächsten Jahr wollen wir die Borsighalle und weitere Orte im Land im Rahmen des Kulturland-Themenjahres zur Industriekultur sichtbarer und erlebbarer machen. Angesichts andauernder Transformationsprozesse in den industriell geprägten Regionen und Städten des Landes ist das Thema hoch aktuell.“

Die Borsig-Halle wurde von 1847 bis 1849 vom Unternehmer August Borsig in Berlin-Moabit als Prototyp einer neuen Hallenkonstruktion entworfen und gebaut. Die Gitterhalle ohne Mittelstütze, die man seriell vorfertigen und transportieren konnte, wurde zum weltweiten Exportschlager. Im Jahr 1899 wurde die Halle in Berlin abgebaut und auf dem Areal der Eisenspalterei in Eberswalde wiedererrichtet. Zuletzt wurde sie als Lager für Metall und Kohle genutzt, seit 1993 steht das Gebäude leer. Im Jahr 2014 wurde die Stahlkonstruktion vom Bund als ‘national wertvoll‘ eingestuft. Seither wird die Sicherung und Rekonstruktion der Halle im Rahmen des Bund-Länder-Programms ‘Erhaltung national wertvoller Kulturdenkmäler‘ unterstützt. Die Sicherungsmaßnahmen sollen 2021 abgeschlossen sein. Das Land hat die Sicherung und Rekonstruktion der Borsig-Halle seit 2014 mit 911.000 Euro unterstützt.

Als letzten Programmpunkt besuchte Ministerin Manja Schüle die Galerie Bernau. Ihr Fazit:

„Galerien sind Teil der Kultur-Vielfalt in unserem Land. Sie zeigen den Facettenreichtum und die Besonderheit von Kunst in Brandenburg und einzelnen Regionen. Die Galerie Bernau tut das bereits seit mehr als 30 Jahren außerordentlich erfolgreich. Sie präsentiert beeindruckende Künstler*innen, die immer wieder gesellschaftliche Debatten aufgreifen. Derzeit läuft eine künstlerische Auseinandersetzung über so genannte Prepper – vor dem Hintergrund der Corona-Krise besonders spannend“, so Ministerin Schüle. „Die in den vergangenen 30 Jahren gewachsene außerordentliche Kultur-Landschaft in Brandenburg ist ohne das Engagement vieler Künstler*innen, Kulturschaffenden, Galerist*innen, Musiker*innen, Festival-Organisator*innen, Theatermacher*innen, Literat*innen und Kultur-Akteur*innen nicht denkbar. Sie ziehen mit attraktiven Projekten und Angeboten nicht nur zahlreiche Gäste von außerhalb an – sie tragen auch maßgeblich dazu bei, dass unser Land lebens- und liebenswert ist. Das zeigt: Brandenburg ist ein Land des Miteinanders und der Kreativität.“

Die Galerie Bernau wurde im Jahr 1989 eröffnet. Seither fanden rund 230 Ausstellungen mit 350 Künstler*innen statt. Aktuell läuft die Ausstellung ‘Make yourself, hard to kill’ des Künstlers Alexander Poliček. Unterstützt wird die Galerie vom 1990 gegründeten Förderkreis Bildende Kunst e.V. in Bernau. Die Galerie in Trägerschaft der Bernauer Stadtmarketing GmbH wird von Frederiek Weda geleitet. Das Kulturministerium unterstützt die Galerie im Rahmen von Projektförderungen. So wurde im vergangenen Jahr das Projekt ‘Bauhaus Labor‘ mit rund 8.000 Euro im Rahmen des Landesförderprogramms ‘Kulturelle Bildung und Partizipation‘ unterstützt.

Ident-Nr
228
Datum
03.09.2020
Rubrik
PM , Kultur
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Datum
03.09.2020
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PM , Kultur
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