Hauptmenü

„Die zwölf Leben des Daniel Chodowiecki“ – Ausstellung im Schloss Neuhardenberg

- Erschienen am 30.08.2026 - Presemitteilung 314

Kulturstaatssekretär Tobias Dünow hat heute an der Eröffnung der Ausstellung

„Die zwölf Leben des Daniel Chodowiecki“ auf Schloss Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) teilgenommen. Im Anschluss zeigte er sich beeindruckt: „Goethe wusste es schon damals: Als er 1778 zum einzigen Mal in seinem Leben Berlin besuchte, mied er nahezu alle prominenten Künstler – bis auf Daniel Chodowiecki. Nicht nur wegen dieser pointierten Anekdote gelingt es der Ausstellung mühelos, das Urteil späterer Kritiker zu widerlegen, der Illustrator und Grafiker sei spießig, verstaubt und steif. Ich bin der Stiftung Schloss Neuhardenberg dankbar, dass sie anlässlich seines 300. Geburtstags dazu einlädt, einen der faszinierendsten Künstler des 18. Jahrhunderts neu zu entdecken. Und dass im Rahmen des internationalen Jubiläumsjahres ‚Chodowiecki 300‘ mehr als 20 Institutionen in Deutschland und Polen den bedeutenden Druckgrafiker und sein herausragendes Werk würdigen, zeigt einmal mehr die historische Nähe und Verbundenheit unserer Regionen.“

Die Ausstellung „Die zwölf Leben des Daniel Chodowiecki“ widmet sich dem Leben und Schaffen des Grafikers. Daniel Chodowiecki (1726–1801) kam im Alter von 17 Jahren aus Danzig nach Berlin, begann zunächst eine kaufmännische Ausbildung und entwickelte sich dann als Autodidakt zu einem gefragten Grafiker und Illustrator. Mit wachsendem künstlerischem Erfolg übernahm er 1797 schließlich die Leitung der Königlich-Preußischen Akademie der Künste. Sein Werk umfasst mehr als 4.000 Arbeiten. Die Ausstellung läuft bis zum 27. Dezember 2026.

Das Schloss Neuhardenberg besteht aus einem historischen Ensemble mit einem ursprünglich barocken Schloss, einem Landschaftspark und der Schinkel-Kirche. Den Landschaftsgarten gestaltete Hermann von Pückler-Muskau 1821 unter Mitwirkung von Peter Joseph Lenné. Nach der Enteignung des Gutsbesitzers Carl-Hans Graf von Hardenberg 1944 und der Verstaatlichung des Gutes 1945 wurde das Schloss bis Mitte der 1970er Jahre als Schule genutzt. Im Jahr 1996 wurde es an die Familie von Hardenberg rückübertragen und 2002 nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet. Heute finden dort Ausstellungen, Theater, Konzerte, Lesungen und Gespräche statt. Weitere Informationen: www.schlossneuhardenberg.de