Plauer Brücke in Brandenburg an der Havel nach jahrelanger Sanierung wiedereröffnet
- Erschienen am - PresemitteilungKulturministerin Dr. Manja Schüle hat heute ein Grußwort anlässlich der Wiedereröffnung der Plauer Brücke gesprochen:
„Diese Brücke ist mehr als ein Bauwerk – sie verbindet nicht nur Ufer, sondern auch Menschen und Geschichte. Und das schon seit Jahrhunderten, wenn auch in wechselnder Form. Schon Theodor Fontane hielt die Schönheit dieses Ortes in seinem Notizbuch fest. Heute können wir wieder auf seinen Spuren wandeln. Nicht allein dank der Ingenieure und Handwerkerinnen, sondern auch dank vieler Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler. Ohne den Bürgerverein Plaue, der sich seit Jahren mit viel Leidenschaft und Hartnäckigkeit für die Brücke einsetzt, Spenden sammelt und Geländer restaurieren lässt, wäre das nicht möglich gewesen. Das ist gelebter Denkmalschutz – herzlichen Dank für dieses außerordentliche Engagement, dass wir sehr gerne mit Mitteln des Kulturministeriums unterstützt haben. Denn diese Brücke steht für das, was Brandenburg ausmacht: Zusammenhalt, Verantwortung und gelebte Heimat.“
Die 1903 bis 1904 erbaute Plauer Brücke ist eine der wenigen Brücken aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Die Stahlfachwerk-Brücke hat eine Länge von 130 Metern und eine Breite von knapp 11 Metern. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der mittlere Teil der Brücke zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut. Im Jahr 2002 wurde der Straßenbahnverkehr über die Brücke eingestellt und der Autoverkehr über die neu gebaute Westhavellandbrücke geführt. Im Oktober 2020 begannen an der denkmalgeschützten Brücke Sanierungsarbeiten, heute wird sie wieder für den Fuß- und Radverkehr eröffnet. Der Unabhängige Bürgerverein Plaue e.V. engagiert sich für den Erhalt des historischen Jugendstil-Brückengeländers. Dieses soll nach und nach restauriert und dann wieder ergänzt werden. Das Kulturministerium hat die denkmalgerechte Sanierung von Brückenteilen 2024 und 2025 mit 35.000 Euro aus der Denkmalhilfe sowie aus Lottomitteln des Kulturministeriums gefördert.