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Perspektiven in Öl, Farbe und Glas zum Alten Markt in Potsdam

- Erschienen am 28.05.2026 - Presemitteilung 187

Kulturministerin Dr. Manja Schüle hat heute die Preview der Sonderausstellung mit Werken des Künstlers Christopher Lehmpfuhl mit einem Grußwort eröffnet:

„Der Alte Markt in Potsdam verkörpert wie wenige Orte in Deutschland die Frage: Wie gehen wir mit dem Erbe unserer Städte um? Was wollen wir bauen, was bewahren, was verändern, was abreißen? Über diesen Ort ist viel gestritten worden. Zu Recht. Denn Architektur ist nie nur Architektur. Steine tragen Erinnerungen, Gebäude verkörpern Identität, gewollte und unerwünschte. Der Förderverein des Potsdam Museums hatte eine großartige Idee, als er Christopher Lehmpfuhl einlud, diesen Platz künstlerisch neu zu vermessen. Denn Christopher Lehmpfuhl nimmt keine Partei für Fassaden. Er nimmt Partei für das Licht, das auf sie fällt. Für die Schatten, die der Obelisk wirft. Für das Blau des Himmels über der Kuppel, das in seinen Bildern fast schmerzhaft intensiv leuchtet. Für einen anderen, einen neuen Blick auf den Alten Markt, auf unsere Stadt. Viel Spaß beim Entdecken dieser Perspektive – und dem Hinterfragen des eigenen Blicks!“

Der Förderverein des Potsdam-Museums e.V. zeigt in Kooperation mit dem Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte und der KORNFELD Galerie Berlin vom 30. Mai bis zum 25. Oktober 2026 die Sonderausstellung „Christopher Lehmpfuhl ALTER MARKT POTSDAM“. Von März 2025 bis Februar 2026 widmete sich der Berliner Künstler auf Einladung des Fördervereins dem Alten Markt in Potsdam. Aus verschiedenen Perspektiven und zu verschiedenen Jahreszeiten malte er einen der bekanntesten Plätze Deutschlands, der sich in den letzten 80 Jahren in ständiger Veränderung befand. Die Ausstellung zeigt einen Werk-Zyklus mit mehr als 30 Ölbildern, Aquarellen, Zeichnungen, Grafiken und hinterleuchteten Glasbildern, in denen sich Lehmpfuhl mit der jüngsten Geschichte und der Gegenwart der Potsdamer Mitte auseinandergesetzt hat. Durch die filmische und fotografische Dokumentation seines Potsdam-Projektes wird der Entstehungsprozess seiner Werke in der Ausstellung erlebbar.

Der 1972 in Berlin geborene Christopher Lehmpfuhl studierte nach dem Abitur von 1992 bis 1998 freie Malerei an der Hochschule der Künste Berlin in der Klasse von Prof. Klaus Fußmann, dessen Meisterschüler er 1998 wurde. Er zählt heute zu den bedeutendsten zeitgenössischen Plein-Air-Malern Deutschlands und erhielt im Laufe seiner künstlerischen Karriere zahlreiche Auszeichnungen. Der Maler, Aquarellist, Grafiker und Glaskünstler ist in zahlreichen Kunstsammlungen vertreten, darunter der Sammlung Würth, der Sammlung des Deutschen Bundestags sowie der Kunstsammlung Rudi Bindella.