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Besuch im neuen Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz

- Erschienen am 26.08.2026 - Presemitteilung 298

Kulturstaatssekretär Tobias Dünow hat heute in Forst/Baršć (Spree-Neiße/Sprjewja-Nysa) das teileröffnete, neue Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz besucht und zeigte sich im Anschluss beeindruckt: 

„Das Forster Projekt ist derzeit eines der wichtigsten und spannendsten Projekte im Museumsbereich in Brandenburg. Deswegen gibt es auch eine umfassende Unterstützung: Die Hülle finanziert der Bund, den neuen Inhalt fördern wir. Im neuen Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz geht es nicht nur um Stoffproduktion und Webstühle – es geht auch um Industrialisierung, Industriekultur und Strukturwandel, um Beziehungen in der deutsch-polnischen Grenzregion und die Kultur der Sorben/Wenden. Künftig sollen hier Zeitzeugen zu Wort kommen, Projekte für Kinder angeboten und der Innenhof für Veranstaltungen und Begegnungen geöffnet werden. Aus einem Museum zum Anschauen wird ein Kulturzentrum zum Mitmachen – für die Menschen in Forst und der Lausitz, in Brandenburg, Sachsen und Polen. Kurz: Kultur von, für und mit allen.“ 

Das Forster Textilmuseum wurde 1995 in einer stillgelegten Tuchfabrik eröffnet. In dem denkmalgeschützten Fabrikgebäude von 1892 setzt sich das Museum mit der für die Stadt identitätsbildenden Geschichte der Textilindustrie auseinander. Das Tuchmacherhandwerk war seit dem 15. Jahrhundert Haupterwerbsquelle der Menschen in Forst. Im Jahr 1925 gab es in der Stadt 288 Tuchfabriken. Nach 1989/90 erfolgte die fast vollständige Abwicklung dieses Industriezweiges. Das Museum befindet sich seit 2021 in einem umfassenden Neuaufstellungsprozess. Im November 2025 erfolgte die Bauübergabe und die Eröffnung des ersten Ausstellungsabschnitts. Die vollständige Eröffnung mit dem kompletten Ausstellungsangebot zur Textil- und Industriegeschichte der Lausitz ist für das Frühjahr 2027 geplant. Der Umbau wird im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ mit rund 7,4 Millionen Euro gefördert. Das Kulturministerium unterstützt die konzeptionelle Entwicklung der neuen Dauerausstellung im Rahmen des Museumsstrukturprogramms seit 2021 mit jährlich rund 50.000 Euro.