Hauptmenü

„25 Jahre – 25 Geschichten“: Schlossmuseum Oranienburg feiert Geburtstag

- Erschienen am 25.03.2026 - Presemitteilung 79

Kulturstaatssekretär Tobias Dünow hat heute Nachmittag mit einem Grußwort dem Schlossmuseum Oranienburg (Oberhavel) anlässlich einer Festveranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum gratuliert:

„Wer heute Schloss Oranienburg betritt, betritt nicht nur ein Museum – er betritt einen hoch verdichteten Speicher von 375 Jahren Preußen- und Weltgeschichte auf engstem Raum. Dieses Schloss kennt alle Aggregatzustände der Geschichte: von der fürstlichen Residenz zur chemischen Fabrik, von der SS-Kaserne zum Museum – und verschweigt nichts davon. Das Museum stellt seine Schätze nicht auf Podeste, es stellt sie zur Diskussion. Es ist eine starke Idee, zum Jubiläum 25 Objekte herauszugreifen und analog am Objekt und digital per App zu erschließen. So kann man in der Porzellankammer die Schattenseiten globaler Macht- und Handelsgeschichte am Beispiel des ‚weißen Goldes“ nachvollziehen. Kann Tapisserien als Propaganda in Samt und Seide entdecken. Und kann im Treppenhaus nationalsozialistischen Spuren folgen. Dass dieses Haus so lebendig und inspirierend ist, liegt daran, dass sich hier viele engagieren. Einen herzlichen Dank an alle Akteure: Stiftung, Stadt, Landkreis, Förderer, Freundeskreis, Mitarbeitende und Ehrenamtliche. Sie machen deutlich: Kultur ist kein Luxus, den einer alleine trägt, sondern geteilte Verantwortung. Herzlichen Glückwunsch zu 25 Jahren Schlossmuseum Oranienburg!“

Das Schloss Oranienburg ist einer der bedeutendsten Barockbauten der Mark Brandenburg. Es geht auf einen ab 1651 errichteten Landsitz zurück, der für die erste Gemahlin des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, Louise Henriette, im holländischen Stil errichtet worden war. Die geborene Prinzessin von Oranien-Nassau gab der Ortschaft Oranienburg auch ihren Namen. König Friedrich I. ließ das Schloss im Andenken an seine Mutter Louise Henriette Ende des 17. Jahrhunderts erweitern und prachtvoll ausstatten. Um 1700 galt das Schloss als das schönste unter den preußischen Residenzen. Schloss und Garten erlebten Mitte des 18. Jahrhunderts eine zweite Blütezeit unter Prinz August Wilhelm von Preußen, einem Bruder Friedrichs des Großen. Nach einer wechselvollen Nutzungsgeschichte präsentiert das Schlossmuseum Oranienburg heute eine Sammlung meisterhafter Kunstwerke, darunter in der Porzellankammer die prächtigen Etagèren und im Groteskensaal das Fayence-Kabarett, als frühestes erhaltenes Erzeugnis aus Berliner Produktion. Zur Sammlung gehören unter anderem auch Möbel, Tapisserien, Skulpturen, Gemälde und Prunksilber. Das Schlossmuseum wird von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) betrieben. Die Länder Brandenburg und Berlin sowie der Bund finanzieren die SPSG in diesem Jahr mit rund 53,6 Millionen Euro. Anlässlich des Jubiläums wird heute die Ausstellung „25 Jahre – 25 Geschichten“ eröffnet, die 25 herausragende Objekte der Dauerausstellung bzw. Teile der Architektur im Schloss Oranienburg hervorhebt und ihre Geschichten neu erzählt.

Weitere Informationen: www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/schlossmuseum-oranienburg