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Theater im Kulturhaus Babelsberg

- Erschienen am 24.04.2026 - Presemitteilung 128

Ministerin Schüle besucht Aufführung des Theaterstücks „Jerusalem / Al Quds“

Kulturministerin Dr. Manja Schüle hat heute im Kulturhaus Babelsberg ein Grußwort zur Aufführung des Stücks „Jerusalem/Al Quds – einer vertrackten Situation auf der Spur“ gesprochen:

„Das Theaterstück ‚Jerusalem / Al Quds‘ führt uns eine Lage vor Augen und Ohren, die unübersichtlich, schmerzhaft und nicht lösbar scheint. Es gibt dabei nicht vor, einfache Antworten zu haben – sondern macht deutlich, dass auch gegensätzliche Perspektiven in Empathie münden können. Es zeigt berührend, dass Fragen von Frieden, Zugehörigkeit und Versöhnung uns alle angehen. Und beweist, dass Kultur Menschen zusammenbringen kann — über Herkunft, Religion, Sprache und Erfahrung hinweg. Danke an den Verein Escala und das ganze Team für dieses mutige und wichtige Projekt!“

Das Theaterstück „Jerusalem/Al Quds – einer vertrackten Situation auf der Spur“ basiert auf einem Stück des belgischen Dramatikers Ismaël Saidi. Übersetzung und Regie sind von Sabine Wiedemann, Veranstalter ist der Potsdamer Verein Escala. Das Stück, das beim Theaterfestival Avignon 2024 Premiere hatte, erzählt von einem Familienkonflikt: Einer jungen Kanadierin jüdischen Glaubens wird das Haus ihrer Großmutter in Ost-Jerusalem zugesprochen – obwohl dieses Haus seit Jahrzehnten von einer muslimischen Familie bewohnt wird. Das Stück beschreibt aus sehr persönlicher Sicht sowohl die jüdische als auch die muslimische Perspektive. Das Stück wird von Workshops und Begleitveranstaltungen flankiert. Bei der Aufführung waren auch Vertreterinnen und Vertreter des Parents Circle-Families Forum anwesend. In der 1995 gegründeten israelisch-palästinensischen Nicht-Regierungsorganisation engagieren sich Israelis und Palästinenser, die durch den Konflikt, Terror und Krieg im Nahen Osten enge Angehörige verloren haben, für Verständigung und Frieden.

Der 2022 in Potsdam gegründete Verein ESCALA e.V. – Kunst und Kultur im interkulturellen Kontext widmet sich der Förderung von Kunst, Kultur, Bildung und internationaler Zusammenarbeit. Neben interkulturellen Projekten organisiert der Verein auch Projekte zur Erinnerungskultur und internationale Begegnungen. Das Kulturministerium fördert den Verein mit 3.500 Euro. Weitere Informationen: www.escala-culture.org