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„So viel Brandenburg war noch nie“

- Erschienen am 15.05.2026 - Presemitteilung 167

Kulturministerin Dr. Manja Schüle besucht am Sonntag in Berlin die Vorstellung des Stückes „Serotonin“ des Staatstheaters Cottbus, das für das diesjährige Theatertreffen der Berliner Festspiele ausgewählt wurde:

„So viel Brandenburg war noch nie beim Berliner Theatertreffen. Und das zu Recht: Wer das Stück ‚Serotonin‘ im Hans Otto Theater gesehen hat, weiß was Theater sein kann: Ein Ein-Mann-Stück mit dem großartigen Guido Lambrecht – fünfeinhalb Stunden Monolog, kein Ausweichen, keine Pause. Das ist nicht immer einfach auszuhalten – aber macht mit Wucht klar, warum wir Theater brauchen. Nicht um Antworten zu geben. Sondern um Fragen zu stellen, die man sich selbst nie stellt. Am Sonntag nun ‚Der Hauptmann von Köpenick‘ des Staatstheaters Cottbus, ebenfalls von Regisseur Sebastian Hartmann. Anderes Thema, aber ebenfalls ein wichtiger künstlerischer Kommentar zur aktuellen Situation unserer Gesellschaft. Ich bin gespannt.“

Das 1964 von den Berliner Festspielen initiierte Berliner Theatertreffen zeigt vom 01. bis 17. Mai 2026 die zehn bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen der Saison, ausgewählt von einer Jury. Zwei der ausgewählten Stücke kommen aus Brandenburg: das Sozialdrama „Der Hauptmann von Köpenick“ des Staatstheaters Cottbus und das Monologstück „Serotonin“ des Potsdamer Hans Otto Theaters, beide unter der Regie des gebürtigen Leipzigers Sebastian Hartmann.

Am Staatstheater Cottbus inszeniert Sebastian Hartmann „Der Hauptmann von Köpenick“ nach Carl Zuckmayers Drama von 1931 über die Köpenickiade des Friedrich Wilhelm Voigt, der – als Offizier verkleidet und mit einem Trupp Soldaten – die Stadtkasse von Cöpenick raubte. Seit 2004 ist das Staatstheater Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) und wird 2026 mit rund 19,39 Millionen Euro vom Land gefördert. Mit „Serotonin“ hat Sebastian Hartmann Michel Houellebecqs gleichnamigen Roman von 2019 für das Hans Otto Theater Potsdam adaptiert – minimalistisch und mit Guido Lambrecht als depressivem Ich-Erzähler in der Hauptrolle. Das Land unterstützt das Hans Otto Theater in diesem Jahr mit rund 4,02 Millionen Euro.