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Wichtige Impulse für die Zukunft der Dorfkirchen im ländlichen Raum

- Erschienen am 11.09.2026 - Presemitteilung 326

Kulturministerin Dr. Manja Schüle hat heute in Doberlug-Kirchhain/Dobrjoług-Góstkow (Elbe-Elster/Łobjo-Halšter) im Rahmen der 3. Dorfkirchentagung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) an der Podiumsdiskussion „Dorfkirchen: Neue Perspektiven für geliebte Orte – Visionen für das Zusammenleben im Dorf“ teilgenommen: 

„In vielen Dörfern ist die Kirche der einzige Raum, der allen offensteht. Ein Gebäude, das seit Jahrhunderten dieselbe Funktion hat: Hier kommt der Ort zusammen – oft auch jenseits von Gottesdiensten oder Gebetszeiten. Für uns als Land sind die Dorfkirchen deshalb nicht nur Sakralbau und Denkmal, sie sind Orte der Begegnung und des Miteinanders. Wie etwa in Müncheberg, in der die Bibliothek in der Stadtpfarrkirche untergebracht wurde. Wie die Radwegekirchen in Heidesee, Bad Belzig und Letschin. Die Kinderkirche in Eichstädt/Oberkrämer. Oder die Kunst- und Kulturkirche in Landin. Damit die Kirchen auch in Zukunft lebendige Orte im ländlichen Raum bleiben können, braucht es neue Ideen, kreative Konzepte und den Mut, unterschiedliche Nutzungen zusammenzudenken. Die Dorfkirchentagung gibt dafür wichtige Impulse – dafür herzlichen Dank!“

Im Fokus der diesjährigen Dorfkirchentagung standen die Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum Brandenburgs. Diskutiert wurden Handlungsempfehlungen zur Nutzung von Dorfkirchen und Strategien zur Erhaltung der Bauwerke. Neben der Podiumsdiskussion, an der neben der Ministerin auch Bischof Dr. Christian Stäblein, BTU-Präsidentin Prof. Dr. Gesine Grande und Landeskonservator Prof. Dr. Thomas Drachenberg teilnahmen, gab es in Workshops Einblicke in konkrete Projekte, Erfahrungen und Lösungsansätze aus der Praxis. Eine Ausstellung zeigte ausgewählte Arbeiten von Architekturstudierenden der BTU, die Konzepte für die Um- und Weiternutzung von Dorfkirchen in der Lausitz entwickelt haben. Im Land Brandenburg gibt es mehr als 1.400 Dorfkirchen. Das Land stellt im Rahmen des Staatskirchenvertrags jährlich zwei Millionen Euro für Bauleistungen bereit.