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Ministerin Schüle ehrt herausragende Forschung und Lehre in Brandenburg

- Erschienen am 09.05.2026 - Presemitteilung 154
Wissenschaftspreise 2026

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle hat heute im Rahmen des Potsdamer Tages der Wissenschaften die mit insgesamt 80.000 Euro dotierten Brandenburger Wissenschaftspreise 2026 verliehen und den Ausgezeichneten gratuliert:

„Wissen ist heute allgegenwärtig, doch eine geteilte Wirklichkeit wird zunehmend fraglich. KI, Algorithmen und Desinformation verändern, wie wir lernen, suchen und denken. Wissenschaft zielt auf das Gegenteil. Sie fragt nicht, was wir glauben wollen – sondern was tatsächlich der Fall ist. Und sie erlaubt Irrtum als Lernchance. Dafür stehen die heutigen Preisträgerinnen und Preisträger: Lehrende, die über ihr Fach hinausdenken. Und junge Forschende, die dabei sind, die Wissenschaft von morgen zu gestalten. Mit den Brandenburger Wissenschaftspreisen sagen wir nicht nur Danke, sondern geben ein klares Signal: Die Arbeit unserer Forscherinnen und Wissenschaftler ist relevant und wichtig. Für unser Land, unsere Gesellschaft, unsere Zukunft.“

Prof. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam:

"Dieser zweifache Erfolg zeigt erneut, dass exzellente Forschung und innovative Lehre keine Gegensätze darstellen, sondern sich gegenseitig befruchten. An der Universität Potsdam fördern wir genau diese Symbiose von Spitzenforschung und -lehre – ganz im Humboldt‘schen Sinne.“

Prof. Dr. Eduard Mühle, Präsident der Europa-Universität Viadrina:

„Ich gratuliere Jana Maria Weiß herzlich zu diesem wichtigen Preis und freue mich über die Würdigung ihrer herausragenden Forschungsergebnisse. Ihre Arbeit verdeutlicht eindrücklich die gesellschaftliche Relevanz und interdisziplinäre Anschlussfähigkeit, die die Forschung an der Viadrina hat.“

Im Rahmen der Brandenburger Wissenschaftspreise werden sowohl herausragende Forscherinnen und Forscher sowie die besten Lehrenden an den Hochschulen ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden durch unabhängige Jurys ausgewählt. Der mit insgesamt 40.000 Euro dotierte 13. Landeslehrpreis steht in diesem Jahr unter dem Motto „Interdisziplinarität und Kooperation in der Hochschullehre“ – ausgezeichnet werden vier Hochschullehrende bzw. Lehrteams, die jeweils 10.000 Euro erhalten:

  • Ein Preis geht an Prof. Dr. Tobias Cremer und Prof. Dr. Ralf Bloch von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) für ihr Lehrkonzept mit dem Titel „Lehrmodul Agroforstsysteme – Reallabor Ackerbau(m)“.
  • Ein Preis geht an Prof. (PhD) Thomas Siedler von der Universität Potsdam für seine Lehrveranstaltung mit dem Titel „Entdecke die Welt der Ökonomie: Spannende Geschichten rund um ökonomische Probleme im Kinderbuchformat“.
  • Ein Preis geht an Prof. Dr. Heike Walk, Dr. Josefa Scalisi und Towadei Conrad von der HNEE für ihr Lehrangebot mit dem Titel „Einführung in die nachhaltige Entwicklung“.
  • Ein Sonderpreis zum Thema „Future Skills in der Hochschullehre“ geht an Prof. Dr. Heike Molitor und Dr. Jennifer Krah von der HNEE für ihr Lehrmodul „Methoden und Konzepte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Mit den mit jeweils mit 20.000 Euro dotierten Postdoc-Preisen werden zum 19. Mal zwei Brandenburger Wissenschaftlerinnen in einer frühen Karrierephase geehrt, die herausragende Forschungsergebnisse veröffentlicht haben:

  • In der Kategorie Geistes- und Sozialwissenschaften geht der Preis an Dr. Jana Weiß von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) für ihre Publikation „Klassen. Gefühle. Erzählen. Affektordnungen des Sozialen in der Gegenwartsliteratur“. Der interdisziplinär angelegte Sammelband reicht weit über die Germanistik hinaus und untersucht, wie Klassengrenzen in der Literatur hörbar werden: in Stimm- und Sprechlautstärken ebenso wie im Schweigen und Lärm. Jana Weiß zeigt damit anschaulich, warum das Hören wichtig ist, um Klassengefühle und Klassenkämpfe der Gegenwart zu verstehen.
  • In der Kategorie Natur- und Ingenieurswissenschaften geht der Preis an Dr. Jaya Bharti von der Universität Potsdam für ihre Publikation „NH3-Guided Low-Temperature Nanostructural Refinement Boosts Visible-Light-DrivenH2O2 Synthesis in Ionic Carbon Nitrides“. Ihr Forschungsprojekt aus dem Bereich der grünen Chemie konzentriert sich auf die nachhaltige photokatalytische Herstellung von Wasserstoffperoxid. Der innovative Ansatz von Jaya Bharti belegt, dass es möglich ist, Wasserstoffperoxid mit weit weniger Energieeinsatz herzustellen als mit herkömmlichen Verfahren.

Unter dem Motto ‘Forschen. Entdecken. Mitmachen‘ präsentieren sich beim Potsdamer Tag der Wissenschaften am 09. Mai, von 12.00 bis 18.00 Uhr, mehr als 40 Brandenburger Hochschulen, Schulen und Forschungseinrichtungen mit Vorträgen, Mitmach-Aktionen und Ausstellungen auf dem Gelände der Universität Potsdam am Campus Golm. Träger der Veranstaltung ist der Verein proWissen Potsdam. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: www.potsdamertagderwissenschaften.de