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„So viel Brandenburg war noch nie“

- Erschienen am 08.05.2026 - Presemitteilung 161

Ministerin Schüle besucht Aufführung des Berliner Theatertreffens in Potsdam

Kulturministerin Dr. Manja Schüle besucht am Sonntag gemeinsam mit dem Kulturbeigeordneten der Landeshauptstadt Potsdam, Torsten Wiegel, die Vorstellung des Stückes „Serotonin“ des Hans Otto Theaters, das für das diesjährige Theatertreffen der Berliner Festspiele ausgewählt wurde:

„So viel Brandenburg war noch nie beim Berliner Theatertreffen. Nicht nur, weil die Aufführung von ‚Serotonin‘ in Potsdam stattfindet – sondern weil in diesem Jahr gleich zwei Produktionen aus unserem Land beim Gipfeltreffen der deutschen Bühnen dabei sind. Ein sensationeller Erfolg für unsere Häuser, unsere Ensembles, unsere Kulturlandschaft! Der Regisseur Sebastian Hartmann bietet zwei so unterschiedliche wie anregende Inszenierungen, die jeweils ganz eigene künstlerische Kommentare zur aktuellen Situation unserer Gesellschaft liefern. Ich freue mich sehr auf beide Aufführungen.“ 

Das 1964 von den Berliner Festspielen initiierte Berliner Theatertreffen zeigt vom 01. bis 17. Mai 2026 die zehn bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen der Saison, ausgewählt von einer Jury. Zwei der ausgewählten Stücke kommen aus Brandenburg: das Monologstück „Serotonin“ des Potsdamer Hans Otto Theaters und das Sozialdrama „Der Hauptmann von Köpenick“ des Staatstheaters Cottbus, beide unter der Regie des gebürtigen Leipzigers Sebastian Hartmann. 

Mit „Serotonin“ hat Sebastian Hartmann Michel Houellebecqs gleichnamigen Roman von 2019 für das Hans Otto Theater Potsdam adaptiert – minimalistisch und mit Guido Lambrecht als depressivem Ich-Erzähler in der Hauptrolle. Das Land unterstützt das Hans Otto Theater in diesem Jahr mit rund 4,02 Millionen Euro. Am Staatstheater Cottbus inszeniert Sebastian Hartmann „Der Hauptmann von Köpenick“ nach Carl Zuckmayers Drama von 1931 über die Köpenickiade des Friedrich Wilhelm Voigt, der – als Offizier verkleidet und mit einem Trupp Soldaten – die Stadtkasse von Cöpenick raubte. Seit 2004 ist das Staatstheater Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) und wird 2026 mit rund 19,39 Millionen Euro vom Land gefördert.