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‘Wir halten in der Krise digital zusammen‘

- Erschienen am 08.05.2020 - Presemitteilung 98

Wissenschaftsministerin Manja Schüle hat heute den Startschuss für den ersten landesweiten Hochschul-Hackathon gegeben. Bei der Online-Veranstaltung entwickeln rund 80 ehrenamtliche Digital-Enthusiasten vom 08. bis 10. Mai Lösungen für digitale Herausforderungen.

Ministerin Schüle:

„Wir gehören bundesweit zu den ersten, die mit einem Hackathon die Herausforderungen der digitalen Lehre und des studentischen Lebens in den Blick nehmen. Wie lässt sich Online-Lehre barrierefrei umsetzen? Wie schaffe ich mein digitales Semester, wenn das Internet streikt? Und wie geht soziales Miteinander, wenn die Mensen und Studenten-Bars Corona-bedingt geschlossen sind? Das Besondere an einem Hackathon: Unterschiedliche Personen kommen zusammen, bringen ihre Expertise mit und reden über konkrete Lösungen. Ich bin schon gespannt auf ihre Ergebnisse…“, so Ministerin Schüle. Besonders stolz bin ich darauf, dass der Hackathon, den wir zusammen mit der Fachhochschule Potsdam organisieren, von allen Hochschulen und den Studierendenvertretungen unterstützt wird. Das ist ein gutes Signal: Wir halten in der Krise digital zusammen – und Zukunft wird auch in der Krise in Brandenburg gemacht“, betont Schüle. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen sind eine große Herausforderung für die Hochschulen, die mit Hochdruck an der Umstellung auf Online-Lehre arbeiten. Dabei unterstützen wir sie: Wir stellen ihnen rund vier Millionen Euro für digitales Lehren und Lernen zur Verfügung. Aber: Geld ist nicht alles. Deswegen danke ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Hackathons, die sich freiwillig einbringen und helfen wollen, sehr herzlich. Sie zeigen Engagement, Solidarität und Kreativität ‘made in Brandenburg‘.“

Nikolas Ripka, Studentischer Vizepräsident der FH Potsdam:

„Die aktuelle Krise trifft viele Studierende besonders hart. Das digitale Semester setzt nicht nur voraus, dass alle die geeignete Technik und eine gute Internetanbindung haben. Viele stehen vor finanziellen Sorgen, weil sie ihre Arbeit verloren haben, kümmern sich um kleine Kinder und enge Angehörige. Das Campusleben ist nicht mehr vorhanden. Der Hackathon adressiert, neben den Ausgestaltungschancen der Online-Lehre, genau diese Fragestellungen: Wie sieht eine faire Online-Lehre unter diesen Umständen aus? Und wie können die Veränderungen im digitalen Lernen und Leben miteinander vereinbart werden? Der Hackathon ist ein großartiges Format, um mit Studierenden und Lehrenden innerhalb kurzer Zeit kreative Lösungen zu erarbeiten und die Krise gemeinsam zu bewältigen.“

Der landesweite Hochschul-Hackathon zu den Herausforderungen der digitalen Lehre wird vom Wissenschaftsministerium und der FH Potsdam in Kooperation mit den Hochschulen organisiert. Er findet vom 08. bis 10. Mai 2020 online statt. Neben der digitalen Lehre stehen auch die Veränderungen im digitalen Lernen und Leben im Vordergrund, besonders unter dem Aspekt der Bildungsgerechtigkeit. Der Hackathon richtet sich an Studierende, Lehrende, Hochschulangehörige und weitere Interessentinnen und Interessenten. Sie sollen Lösungsansätze zu den größten Herausforderungen in diesen Bereichen erarbeiten. Während des Hackathons organisieren sich die Teilnehmenden in Gruppen und arbeiten gemeinsam an einer konkreten Challenge. Unterstützt werden sie von Mentorinnen und Mentoren aus den Hochschulen. Weitere Informationen: https://hochschul-hackathon-bb.de/

Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Hochschulen im Rahmen des Sofortprogramms für digitale Hochschullehre in Brandenburg #DigitaleLehreBB mit bis zu vier Millionen Euro bei der Umstellung von Präsenz- auf Online-Lehre. Ziel ist, dass Studierende möglichst viele Studien- und Prüfungsleistungen im Sommersemester 2020 erbringen können. Die Hochschulen können sich bis zum 11. Mai mit ihren Anträgen bewerben. Die Förderrichtlinie und alle weiteren Informationen sind online unter https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/wissenschaft/foerderprogramme/ abrufbar. Die Mittel können für den Ausbau der E-Learning-Supportstruktur an den Hochschulen, für Sachausgaben, etwa für lehrbezogene Software-Lizenzen, zur Ertüchtigung der IT-Infrastruktur sowie zur Sicherstellung der digitalen Literaturversorgung genutzt werden.

Abbinder

Ident-Nr
98
Datum
08.05.2020
Rubrik
PM , Hochschule