Nathan Peter Levinson Stiftung wird An-Institut der Universität Potsdam
- Erschienen am - PresemitteilungNeuer Meilenstein für die Ausbildung liberaler (Reform) und konservativer (Masorti) Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Kantorinnen und Kantoren in Deutschland.
Die Universität Potsdam und die Nathan Peter Levinson Stiftung haben heute die Vereinbarung zur Anerkennung der Stiftung als An-Institut feierlich unterzeichnet. Mit diesem Schritt vertiefen die Partnerinstitutionen ihre seit rund zwei Jahren bestehende produktive institutionelle Zusammenarbeit und erreichen einen weiteren bedeutenden Meilenstein in der Ausbildung liberaler (Reform) und konservativer (Masorti) Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Kantorinnen und Kantoren in Deutschland.
Die 1991 gegründete Universität Potsdam zählt heute zu den renommiertesten Hochschulen Deutschlands mit 20.000 Studierenden. Dass dies unter durchweg herausfordernden sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen nach der Wende erreicht wurde, spricht für die außerordentliche Qualifikation und Motivation der Professorinnen und Professoren, der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Universitätsverwaltung – nicht zu vergessen das Land Brandenburg und die Stadt Potsdam.
Im Juli 2026 blickt die Nathan Peter Levinson Stiftung auf knapp zwei intensive, herausfordernde, vor allem aber erfolgreiche Jahre des Aufbaus an der Universität Potsdam zurück. In dieser Zeit hat sie
sich als Trägerin von drei Ausbildungsseminaren etabliert: dem Abraham J. Heschel Seminar für die konservative (Masorti) Rabbinerausbildung, dem Regina Jonas Seminar für die liberale (Reform) Rabbinerausbildung sowie dem Louis Lewandowski Seminar für die Kantorenausbildung.
Gemeinsam mit der School of Jewish Theology der Universität Potsdam bildet die Nathan Peter Levinson Stiftung Studierende für ihren späteren Dienst in jüdischen Gemeinden und für die jüdische Gemeinschaft aus. Lehrkräfte, die zu den prägenden Persönlichkeiten des jüdischen Lebens in Deutschland und weltweit zählen, begleiten die Studierenden in ihrer akademischen und geistlichen Ausbildung und fördern sie auf ihrem Weg in verantwortungsvolle Positionen in jüdischen Gemeinden und Institutionen.
Die Anerkennung der Nathan Peter Levinson Stiftung als An-Institut der Universität Potsdam bringt die Zusammenarbeit beider Institutionen auf eine neue Ebene. Sie stärkt die gemeinsame Entwicklung von Lehr- und Veranstaltungsangeboten und erhöht die Sichtbarkeit der Kooperation nach außen. Gleichzeitig unterstreicht die Universität Potsdam ihr langfristiges Engagement für die Ziele der Stiftung und die nachhaltige Sicherung der Rabbiner- und Kantorenausbildung am Standort Potsdam.
„Wir freuen uns sehr, die Zusammenarbeit mit der Nathan Peter Levinson Stiftung weiter zu vertiefen. Die Universität Potsdam versteht sich als Ort wissenschaftlicher Exzellenz, des Dialogs und der gesellschaftlichen Verantwortung. Die Stiftung bereichert unser akademisches Umfeld in besonderer Weise und stärkt die Ausbildung jüdischer Geistlicher in Deutschland nachhaltig. Die Anerkennung als An-Institut ist Ausdruck des Vertrauens und der gemeinsamen Perspektive, die wir in den vergangenen Jahren seit unserer ersten Kooperationsvereinbarung im September 2024 entwickelt haben“,
sagt Universitätspräsident Prof. Oliver Günther, Ph.D.
Dr. Dmitrij Belkin, Vorstand (Geschäftsführer) der Nathan Peter Levinson Stiftung, erklärt:
„Die intensive, bisweilen herausfordernde, aber vor allem bereichernde und schöne Arbeit der vergangenen zwei Jahre hat sich wirklich gelohnt. Aus einer Idee und einem ambitionierten Aufbauprojekt ist eine stabile und wachsende Institution geworden. Wir sind als Stiftung erwachsen geworden und freuen uns sehr, mit der Universität Potsdam und der Stadt Potsdam einen starken akademischen und gesellschaftlichen Heimathafen gefunden zu haben. Die gemeinsame Reise im Interesse unserer Studierenden und der jüdischen Gemeinschaft geht planmäßig weiter!“
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, Dr. Josef Schuster, betont:
„Die Zukunft des Judentums in Deutschland hängt wesentlich von den Menschen ab, die als Rabbinerinnen, Rabbiner, Kantorinnen und Kantoren Verantwortung in unseren Gemeinden übernehmen. Deshalb ist die Ausbildung geistlichen Personals von zentraler Bedeutung. Es freut mich besonders, dass diese wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe mit dem Namen Nathan Peter Levinsons verbunden ist, eines bedeutenden Rabbiners und Wegbereiters des jüdischen Lebens in Deutschland nach der Schoa, dem der Zentralrat der Juden, als Stifter und ich persönlich tief verbunden sind.“
Auch Brandenburgs Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Tobias Dünow, würdigt die Entwicklung:
„Die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller beteiligten Partner hat dieses anspruchsvolle Vorhaben möglich gemacht. Es ist ein wichtiges Signal für Brandenburg als Wissenschaftsstandort und für das jüdische Leben in Deutschland, dass die Nathan Peter Levinson Stiftung in Potsdam und Brandenburg ihr zuhause gefunden hat. Wir freuen uns, als Land dieses wichtige Projekt zu fördern, das dazu beiträgt, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des jüdischen Lebens zu sichern.“
Die 2024 gegründete Nathan Peter Levinson Stiftung kooperiert seit 2024 mit der Universität Potsdam, um akademische Qualität, Fairness und Transparenz in der Ausbildung einer neuen Generation liberaler (Reform) und konservativer (Masorti) Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Kantorinnen und Kantoren sicherzustellen.
Die Nathan Peter Levinson Stiftung wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern, die Kultusministerkonferenz, den Zentralrat der Juden in Deutschland und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.