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    Christmette Luckau

    2017

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    Kantorei-Mitglieder beim Kerzenschnippeln

    1995

Alljährlich ist die frühmorgendliche Christmette mit dem traditionellen Quempas-Singen am 25. Dezember in der Nikolaikirche zu Luckau ein Höhepunkt im Leben der Stadt in der Niederlausitz, verzeichnet aber auch eine große Besucherresonanz aus dem Umland, mit bis zu 2.000 Beteiligten. Das festliche Zusammenkommen der Luckauer Bürger, die einzigartige Ausstattung der grandiosen Kirche, aber vor allem die Festmusik und das traditionelle gemeinsame Singen des Quempas mit den dabei zu bewegenden „Lichtschlangen“ und drei Morgensternen ist für die Luckauer ein starkes identitätsstiftendes Stück Kontinuität im Jahreslauf. In die Vorbereitung der Christmette sind über Wochen zahlreiche Luckauer Bürger eingebunden, entweder in den verschiedenen Chören oder bei den technischen Vorbereitungen (Kerzenleuchter, Lichtschlangen).

Die Christmette hat seit 1790 einen fest vorgegebenen Ablauf, dessen Höhepunkt des gemeinsame Quempas-Singen bildet. Erwartungsvoll strömen in den Morgenstunden des 25. Dezember die Stadtbewohner und Gäste zur Kirche und hören zunächst die Klänge der Turmbläser. Ab 5.15 Uhr beginnt der Einlass in die riesige, nur zu diesem Anlass mit Kerzen erleuchtete Kirche. Nach dem Glockenläuten um 6 Uhr, dem Kantorei- und Gemeindegesang folgt die Weihnachtskantate „Festo Nati Christi“. Diese stammt aus der Zeit um 1730 und wurde vom Luckauer Kantor Andreas Müller (1701–1775) geschrieben.

Nach der Predigt wird zum traditionellen Quempas-Singen übergeleitet. Der Quempas ist eine frühneuzeitliche Zusammenstellung von drei lateinischen Weihnachtsliedern, u.a. dem Quem pastores laudavere, das dem Brauch den Namen gab. Beteiligt sind daran traditionell mehrere Chöre, die sich von unterschiedlichen Stellen in der Kirche die Lieder zusingen. Begonnen wird mit dem Intonieren der Quempas-Melodie auf der Orgel, dem Anzünden der Kerzen der 54 im Raum verteilten "Lichtschlangen" und mit dem Aufstellen der drei Sterne-Dreher am Hochaltar. Das Ganze erfolgt live ohne vorherige Probe. Die 12 Strophen des Rundgesanges sind für alle Beteiligten auf dem ausgegebenen Handzettel ablesbar.

Es beginnt der 1. Chor auf der Orgelempore, es folgt der 2. Chor von der Empore des „Schusterchores“, danach setzt der 3. Chor vom Hochaltar ein und zuletzt der 4. Chor von der Empore des „Soldatenchores“. Danach folgen gemeinsame und wechselseitige Gesangsteile. Die Orgel untermalt mit ihren außergewöhnlichen barocken Spielzügen „Nachtigall“ und „Cimbelstern“ einzelne Passagen.

Über Jahre haben die Luckauerinnen und Luckauer in der Christmette beim Quempas-Singen ihre festen Plätze, so z.B. die „Noppern“ (Nachbargemeinschaften der einstigen Vorstädte) am Hochaltar, Handwerker vor allem auf den Emporen des „Schusterchores“ und „Soldatenchores“, andere beim „Ratschor“ und „Schülerchor“.

Viele Luckauer Familien geben die Pflege dieser Tradition durch die gemeinsamen Vorbereitungen und die aktive Beteiligung an der Christmette ganz aktiv weiter. Die Christmette ist sowohl für die Stadt Luckau, als auch für die umliegende Region eines der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste Fest im Jahreslauf.

www.kirche-luckau.de

Alljährlich ist die frühmorgendliche Christmette mit dem traditionellen Quempas-Singen am 25. Dezember in der Nikolaikirche zu Luckau ein Höhepunkt im Leben der Stadt in der Niederlausitz, verzeichnet aber auch eine große Besucherresonanz aus dem Umland, mit bis zu 2.000 Beteiligten. Das festliche Zusammenkommen der Luckauer Bürger, die einzigartige Ausstattung der grandiosen Kirche, aber vor allem die Festmusik und das traditionelle gemeinsame Singen des Quempas mit den dabei zu bewegenden „Lichtschlangen“ und drei Morgensternen ist für die Luckauer ein starkes identitätsstiftendes Stück Kontinuität im Jahreslauf. In die Vorbereitung der Christmette sind über Wochen zahlreiche Luckauer Bürger eingebunden, entweder in den verschiedenen Chören oder bei den technischen Vorbereitungen (Kerzenleuchter, Lichtschlangen).

Die Christmette hat seit 1790 einen fest vorgegebenen Ablauf, dessen Höhepunkt des gemeinsame Quempas-Singen bildet. Erwartungsvoll strömen in den Morgenstunden des 25. Dezember die Stadtbewohner und Gäste zur Kirche und hören zunächst die Klänge der Turmbläser. Ab 5.15 Uhr beginnt der Einlass in die riesige, nur zu diesem Anlass mit Kerzen erleuchtete Kirche. Nach dem Glockenläuten um 6 Uhr, dem Kantorei- und Gemeindegesang folgt die Weihnachtskantate „Festo Nati Christi“. Diese stammt aus der Zeit um 1730 und wurde vom Luckauer Kantor Andreas Müller (1701–1775) geschrieben.

Nach der Predigt wird zum traditionellen Quempas-Singen übergeleitet. Der Quempas ist eine frühneuzeitliche Zusammenstellung von drei lateinischen Weihnachtsliedern, u.a. dem Quem pastores laudavere, das dem Brauch den Namen gab. Beteiligt sind daran traditionell mehrere Chöre, die sich von unterschiedlichen Stellen in der Kirche die Lieder zusingen. Begonnen wird mit dem Intonieren der Quempas-Melodie auf der Orgel, dem Anzünden der Kerzen der 54 im Raum verteilten "Lichtschlangen" und mit dem Aufstellen der drei Sterne-Dreher am Hochaltar. Das Ganze erfolgt live ohne vorherige Probe. Die 12 Strophen des Rundgesanges sind für alle Beteiligten auf dem ausgegebenen Handzettel ablesbar.

Es beginnt der 1. Chor auf der Orgelempore, es folgt der 2. Chor von der Empore des „Schusterchores“, danach setzt der 3. Chor vom Hochaltar ein und zuletzt der 4. Chor von der Empore des „Soldatenchores“. Danach folgen gemeinsame und wechselseitige Gesangsteile. Die Orgel untermalt mit ihren außergewöhnlichen barocken Spielzügen „Nachtigall“ und „Cimbelstern“ einzelne Passagen.

Über Jahre haben die Luckauerinnen und Luckauer in der Christmette beim Quempas-Singen ihre festen Plätze, so z.B. die „Noppern“ (Nachbargemeinschaften der einstigen Vorstädte) am Hochaltar, Handwerker vor allem auf den Emporen des „Schusterchores“ und „Soldatenchores“, andere beim „Ratschor“ und „Schülerchor“.

Viele Luckauer Familien geben die Pflege dieser Tradition durch die gemeinsamen Vorbereitungen und die aktive Beteiligung an der Christmette ganz aktiv weiter. Die Christmette ist sowohl für die Stadt Luckau, als auch für die umliegende Region eines der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste Fest im Jahreslauf.

www.kirche-luckau.de