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25 Jahre Wiederherstellung von Schloss Paretz

- Erschienen am 27.09.2026 - Presemitteilung 372

Kulturstaatssekretär Tobias Dünow hat heute ein Grußwort anlässlich des Festaktes zum 25-jährigen Jubiläum der Wiederherstellung von Schloss Paretz (Havelland) gesprochen: 

„Paretz ist kein eingefrorenes Denkmal, sondern ein lebendiger Ort, an dem Geschichte bis heute weiter erzählt wird. Vor 25 Jahren wurde das Museumsschloss eröffnet – und damit ein Ort bewahrt, der weit mehr ist als nur eine nostalgische Erinnerung an Königin Luise. Paretz erzählt auch von den Brüchen des 20. Jahrhunderts und vom mutigen Entschluss, diesen besonderen Ort nicht aufzugeben. Was wir heute sehen, verdanken wir zahlreichen Menschen, die über viele Jahre für Paretz geworben, gestritten und Verantwortung übernommen haben. Dafür herzlichen Dank: An den Verein Historisches Paretz, die Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten, den Freundeskreis Schlösser und Gärten in der Mark ebenso wie an die SPSG, die Förderer und die vielen Paretzerinnen und Paretzer. Ihr Engagement hat aus einem gefährdeten Ensemble wieder einen Ort gemacht, an dem Menschen Geschichte erleben können.“

Schloss Paretz wurde Ende des 18. Jahrhunderts zum Sommersitz des preußischen Kronprinzenpaares Friedrich Wilhelm und Luise. Sie erwarben 1797 das Rittergut und ließen es nach den Plänen des Landbaumeisters David Gilly zum königlichen Landschloss ausbauen, ergänzt durch ein Musterdorf mit Gehöften, Kirche, Gasthaus und Schmiede. Im Zuge der Bodenreform wurde die letzte Besitzerin Irene von Preußen enteignet. Ab 1948 baute die DDR das Schlossensemble für die Bauernhochschule „Edwin Hörnle“ umfassend um. Die Grundstruktur der Dreiflügelanlage blieb erhalten, aber wesentliche Elemente gingen verloren. Durch das Engagement der Vereine Historisches Paretz e.V., Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten e.V. und Freundeskreis Schlösser Gärten in der Mark e.V. sowie der Cornelsen-Kulturstiftung, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und des Kulturministeriums konnte das Schloss von 1999 bis 2002 saniert werden. Seit 2001 ist es als Museumsschloss für die Öffentlichkeit zugänglich.

Weitere Informationen: www.spsg.de