Digitales Lehren und Lernen – Universität Potsdam koordiniert Vernetzungs- und Transferstelle
- Erschienen am - PresemitteilungMit rund 30 Millionen Euro fördert die Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“ eine bundesweit agierende Vernetzungs- und Transferstelle, die die digitale Transformation von Schule und Lehrkräftebildung unterstützt. 15 Millionen Euro davon gehen an die Universität Potsdam, die erneut die Koordinierung übernimmt. Aufbauend auf den Erfahrungen des Kompetenzverbund lernen:digital sollen in den kommenden vier Jahren wissenschaftlich erprobte Konzepte für die Lehrkräftebildung und den Einsatz digitaler Technologien in Schule und Unterricht nachhaltig in der Praxis verankert werden. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Katharina Scheiter, Professorin für Digitale Bildung, und Dirk Richter, Professor für Erziehungswissenschaftliche Bildungsforschung, arbeiten hierfür zahlreiche Partner aus Forschung, Bildung, Politik und Gesellschaft eng zusammen.
„Das Projekt zeigt auf beeindruckende Weise, dass das Bekenntnis zum Transfer an der Universität Potsdam gelebt wird“, sagt deren Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D.
„Es ist Ausdruck unseres Bestrebens, weit in die Gesellschaft hineinzuwirken und dort notwendige Transformationsprozesse forschungsbasiert zu unterstützen.“
Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle erklärt:
„Digitales Lehren und Lernen kann aus schlechtem keinen guten Unterricht machen. Aber es kann unterschiedlichste Lehr- und Lernprozesse im Unterricht unterstützen und optimieren. Die digitale Transformation von Schule und Lehrkräftebildung gelingt nur, wenn Wissenschaft und Praxis eng zusammenarbeiten. Die Vernetzungs- und Transferstelle an der Universität Potsdam unter der wissenschaftlichen Leitung von Katharina Scheiter und Dirk Richter zeigt beispielhaft und erfolgreich, wie das gehen kann. Der Erfolg und die Fortsetzung des Projekts in der Bund-Länder-Initiative ‚Digitales Lehren und Lernen‘ sind dafür beeindruckende Belege – herzlichen Glückwunsch! Die Lehrkräftebildung in Brandenburg bleibt innovativ!“
Die Vernetzungs- und Transferstelle führt die Arbeit des Kompetenzverbund lernen:digital fort, in dem in den zurückliegenden dreieinhalb Jahren mehr als 250 Qualifizierungskonzepte für Schule und Lehrkräftebildung entwickelt wurden. Wichtigste Partner für den Transfer der neuen Angebote in die Praxis waren und sind die Landesinstitute für Lehrkräftebildung. Die aufgebauten Beziehungen mit den Ländern kommen nun von Anfang an zum Tragen, betont Katharina Scheiter:
„Wir werden im ständigen Austausch sein und uns noch stärker an den konkreten Bedarfen orientieren: Was funktioniert in der Praxis bereits gut und wie können wir aus der Wissenschaft heraus unterstützen? Eine dauerhafte konstruktive Zusammenarbeit wird darüber entscheiden, ob die Angebote wirklich dort ankommen, wo sie wirken sollen: in den Schulen.“
Dirk Richter ergänzt:
„Der Handlungsdruck im Bereich der digitalen Bildung ist enorm. Umso wichtiger ist es, dass die Vernetzungs- und Transferstelle an die Erfolge des Kompetenzverbund lernen:digital anknüpft und Kontinuität bei der Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung sicherstellt.“
Fünf neue Kompetenzcluster starten im Frühjahr 2027: zur Gestaltung digital gestützten Fachunterrichts, zu daten- und KI-gestütztem Lehren, digitaler Souveränität, Digital Leadership und beruflicher Bildung. Die hier entstehenden Angebote sollen im Dialog mit der Praxis und in kokonstruktiver Forschung weiterentwickelt werden und Impulse für die digitale Schulentwicklung setzen.
Erneut übernimmt die Vernetzungs- und Transferstelle eine Schnittstellenfunktion, schafft Synergien und sichert gemeinsam mit einem Gremium von Vertreterinnen und Vertretern aus Bund und Ländern den Transfer in alle Phasen der Lehrkräftebildung. Weitere universitäre Mitglieder sind die Eberhard Karls Universität Tübingen, die Technische Universität München sowie die Universität Kassel. Als außeruniversitäre Forschungseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft beteiligen sich das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE), das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, das IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik mit dem Deutschen Zentrum für Lehrkräftebildung Mathematik und das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM). Das Forum Bildung Digitalisierung beteiligt sich als zivilgesellschaftlicher Partner an der Transferstelle.
Die Vernetzungs- und Transferstelle wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“ bis Ende 2030 gefördert. Die Bund-Länder-Initiative ist Bestandteil des Digitalpakt 2.0 ist und wird aus Mitteln des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes finanziert.