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Ministerin Schüle und Minister Wilke besuchen die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem

- Erschienen am 13.10.2026 - Presemitteilung 397

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle und Gesundheitsminister René Wilke haben heute im Rahmen der Kabinett-vor-Ort-Sitzung in Cottbus die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem besucht und sich das neue CT im Institut für Radiologie und Neuroradiologie angeschaut, das im Zuge der Innovationspartnerschaft mit Siemens Healthineers angeschafft wurde.

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle:

„Seit Sonntag hat die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem erstmals Studierende. Das ist eine Zäsur: Vorher war sie eine Hochschule in Gründung, jetzt ist sie eine lebendige Universität. Unsere erste und einzige staatliche Universitätsmedizin Brandenburgs läuft. Und wächst: 20 Professuren sind derzeit besetzt, fast monatlich kommt eine hinzu. So soll es sein: Denn bis 2040 sollen hier 1.200 Studierende der Humanmedizin ausgebildet werden. Und weil die MUL nicht nur Universität, sondern auch das größte Krankenhaus der Region ist, freue ich mich sehr, der MUL heute am Rande des Kabinetts mit meinem Kollegen, Gesundheitsminister René Wilke, einen Besuch abstatten zu können. Damit Krankenversorgung, Lehre und Forschung auch künftig nahtlos ineinandergreifen.“

Gesundheitsminister René Wilke:

„Die MUL-CT ist bereits heute ein Motor für die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung in der Lausitz. Nun werden hier die Ärztinnen und Ärzte von morgen ausgebildet und zwar unter exzellenten Bedingungen und nach modernsten Maßstäben: Digitalisierung sowie Gesundheitssystemforschung stehen während des Studiums ebenso im Mittelpunkt wie die Kooperation mit anderen Gesundheitsfachberufen. Damit leistet die Universität einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung der Qualität der medizinischen Behandlung. Das ist zukunftsweisend!“

Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der MUL:

„Wir freuen uns sehr darüber, dass Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle gemeinsam mit Ihrem Kollegen, Gesundheitsminister René Wilke, durch ihre Kabinettssitzung in Cottbus die Gelegenheit wahrnehmen und uns an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem besuchen. Im Gespräch zu sein, ist – gerade in herausfordernden Zeiten und offenen zentralen Fragestellungen im Gesundheitswesen – bedeutsam. Wir schätzen uns sehr glücklich, den vertrauensvoll-konstruktiven Dialog stets kompetent und konstruktiv miteinander ausdrücklich pflegen zu können und zu wollen. Vorgestern, bei unserer Immatrikulationsfeier, formulierte ich ‚In diesem Land geht was‘. Und das ist in Brandenburg so, weil wir die zentralen Entscheider in der Politik beim Aufbau unserer Universität als Partner an unserer Seite haben. Wir werden die großartige Chance nutzen und die Maßnahmen ergreifen, das Gesundheitssystem in unserer Region, der Lausitz, im Schulterschluss mit allen Akteuren gemeinsam neu aufzustellen und erhoffen uns damit auch Strahlkraft darüber hinaus. Mit exzellenter Forschung und Lehre, durch kluge Digitalisierung und interprofessionellen, innovativen und auf die Bedarfe der Menschen ausgerichteten Versorgungskonzepten startet das Zukunftsversprechen der verlässlichen Gesundheitsversorgung bereits heute.“

Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem wurde am 01. Juli 2024 mit dem Wechsel des Carl-Thiem-Klinikums von der kommunalen in die Landesträgerschaft gegründet. Die staatliche Universitätsmedizin bildet den Kern eines digital unterstützten Netzwerks von Akteuren aus Gesundheit und Pflege in der Modellregion Gesundheit Lausitz. Neben der Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Lausitz und der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten für Brandenburg soll mit der Forschung rund um die Schwerpunkte Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung des Gesundheitswesens ein Beitrag zur Modernisierung des Gesundheitssystems in ganz Deutschland geleistet werden. Dazu sollen unter anderem künftig auch die drei Masterstudiengänge Advanced Nursing Practice, Medical Data Science und Gesundheitssystemwissenschaften angeboten werden. In diesem Wintersemester 2026/27 starten die ersten 38 Studierenden. Im Vollausbau sind perspektivisch jährlich rund 200 Erstsemester-Studienplätze, 80 Professuren und 1.300 zusätzliche Stellen für Forschung und Lehre geplant. Die Gesamtkosten für den Aufbau der Universitätsmedizin bis 2038 betragen rund 3,7 Milliarden Euro – mehr als die Hälfte davon trägt der Bund im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen. Weitere Informationen: www.mul-ct.de