Hauptmenü

3.000 Euro für Apfelfest in der Russischen Kolonie Alexandrowka

- Erschienen am 11.08.2026 - Presemitteilung 279

Kulturministerin Dr. Manja Schüle hat heute einen Förderbescheid in Höhe von 3.000 Euro an den Förderverein Museum Alexandrowka e.V. zur Unterstützung des diesjährigen Apfelfestes übergeben:

„Die Alexandrowka ist ein Ort, an dem Geschichte Wurzeln geschlagen hat. Aber sie erzählt nicht nur Geschichte – sie lebt und wächst mit den Menschen, die sie bis heute gestalten. Ein Apfelbaum ist dabei ein schönes Sinnbild für unsere Verantwortung gegenüber dem Welterbe: Wir pflanzen und pflegen heute, damit kommende Generationen ernten können. Das Apfelfest macht dieses kulturelle Erbe unmittelbar erlebbar: Geschichte bleibt lebendig, wenn wir sie erzählen, weitergeben und Menschen die Möglichkeit geben, sie selbst zu entdecken. Genau das gelingt hier auf wunderbare Weise – gemeinsam mit Familien, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Gästen aus nah und fern. Mein herzlicher Dank gilt deshalb dem Förderverein Alexandrowka, der mit seinem großartigen Engagement dafür sorgt, dass dieses besondere Erbe auch in Zukunft Wurzeln schlägt und Früchte trägt.“

Das Apfelfest findet in diesem Jahr bereits zum 9. Mal statt und knüpft an die jahrhundertealte Garten- und Obstbaukultur der Alexandrowka an. Das Fest verbindet Geschichte, Gartenkultur und Begegnung und lädt Besucherinnen und Besucher ein, am 19. und 20. September 2026 die Architektur, die historischen Obstgärten und die Kultur der Russischen Kolonie zu entdecken. Die Alexandrowka wurde 1826 auf Wunsch des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. nach dem Vorbild des russischen Parkdorfes Glasowo bei St. Petersburg errichtet und gehört heute zum UNESCO-Welterbe Potsdam. Die von Peter Joseph Lenné gestalteten Gartenanlagen waren seinerzeit Ausdruck einer modernen Landwirtschaftspolitik: In den Gärten wurden zahlreiche Obstsorten zur Selbstversorgung sowie zu Anschauungszwecken kultiviert. Sie prägten von Beginn an das Erscheinungsbild der Kolonie.