Brandenburg vergibt Denkmalpflegepreis 2026
- Erschienen am - PresemitteilungKulturministerin Dr. Manja Schüle hat heute in Potsdam sechs ehrenamtlich Engagierte und Vereine mit dem diesjährigen Denkmalpflegepreis ausgezeichnet:
„Denkmale und archäologische Funde machen Geschichte sichtbar, spürbar, erlebbar. Ob Artefakte aus der Römerzeit, die über die frühe Geschichte unseres Landes erzählen, eine der letzten alten Eisenbrücken über die Havel, eine Ofenfabrik, die sich in einen lebendigen Kulturort verwandelt, ein Fachwerkhaus, dass von frühen Migrationsströmen erzählt, die Rettung einer abbruchreifen früheren Meistertischlerei oder ein Gutshaus, dass klimapositiv wiederbelebt wird – ohne Menschen, die sich mit Herzblut und Hartnäckigkeit für unser kulturelles Erbe engagieren, wären diese Kleinode womöglich längst verschwunden. Und mit ihnen Geschichte und Geschichten, die prägend für unsere Kultur und unser Land sind. Dieses bürgerschaftliche Engagement gehört zur DNA unserer Gesellschaft. Dafür gibt es heute eine verdiente Auszeichnung – und einen riesigen Dank!“
Der Brandenburgische Denkmalpflegepreis wird seit 1992 verliehen, um das herausragende Engagement von Privatpersonen, Vereinen und Kommunen für den Erhalt von Denkmalen zu würdigen. Seither wurden rund 180 Projekte und Personen ausgezeichnet. In diesem Jahr wurden Preisgelder in Höhe von 18.000 Euro vergeben. Drei Preise in Höhe von je 4.000 Euro gingen an:
- Frank Georgi für sein langjähriges Engagement als ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger,
- den Unabhängigen Bürgerverein Plaue e.V. und die Bürgerinitiative „Alte Plauer Brücke“ für die Rettung der Plauer Brücke in Brandenburg an der Havel sowie
- die Stiftung Museumsstandort Velten für die denkmalgerechte Sanierung und Umnutzung des Denkmals Kachelofenfabrik A. Schmidt, Lehmann zum Standort der Ofen- und Keramikmuseen Velten (Oberhavel).
Drei Anerkennungen in Höhe von je 2.000 Euro gingen an:
- Yulia Fayt und Reinhard Busch für die Sanierung der Alten Tischlerei Gransee (Oberhavel),
- Martina Reichelt und der Verein „Hugenottenhaus Hammelspring“ e.V. für die denkmalgerechte Instandsetzung des Hugenottenhauses im Templiner Ortsteil Hammelspring (Uckermark) sowie
- Dr. Edward Velasco und Dr. Tobias Leipprand für die denkmalgerechte Sanierung von Gut Blankenberg (Prignitz).