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18.01.201970 Jahre offizielles Wirken der Domowina im Land Brandenburg / 70 lět oficialnego statkowanja Domowiny w kraju Bramborska

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Kulturministerin Martina Münch erinnert an die offizielle Zulassung der Domowina im Land Brandenburg nach dem Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren am 20. Januar 1949 und würdigt ihr Engagement für die sorbischen/wendischen Anliegen. Ich danke der Domowina und ihren Mitgliedern für ihr großes und langjähriges Engagement zur Vertretung der Interessen des sorbischen/wendischen Volkes. Die Domowina ist eine unverzichtbare Stimme der Sorben und Wenden in Brandenburg und Sachsen – sie trägt maßgeblich dazu bei, Sprache, Kultur und Traditionen der Sorben/Wenden zu bewahren, bekannt zu machen und ihren Anliegen in beiden Ländern Gehör zu verschaffen“, so Münch. Das Land hat in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Maßnahmen dazu beigetragen, die Kultur und Sprache der nationalen Minderheit besser zu schützen: Im Jahr 2015 fanden die ersten direkten Wahlen für den Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden beim Landtag statt, 2016 wurde der Landesplan zur Stärkung der niedersorbischen Sprache verabschiedet, 2017 haben wir unsere Förderung der Stiftung für das sorbische Volk erhöht und 2018 haben wir erstmals den ‘Mina Witkojc-Preis‘ für sorbisches/wendisches sprachliches Engagement vergeben. Ich freue mich, dass wir mit der Einführung hauptamtlicher Sorben/Wenden-Beauftragter die Belange der Minderheit und der Kommunen in diesem Jahr weiter stärken können. Für Brandenburg ist die wendische Kultur ein außergewöhnlicher Reichtum, den wir weiterhin bewahren möchten.“

Die Domowina wurde im Oktober 1912 von Vertretern aus 31 sorbischen Vereinen in Hoyerswerda gegründet. Im Jahr 1937 wurde ihr jede Tätigkeit verboten. 1941 wurde die Organisation enteignet. Kurz nach Kriegsende wurde die Domowina wieder gegründet. Vor 70 Jahren, am 20. Januar 1949, erhielt die Domowina von der damaligen Brandenburger Landesregierung – noch vor Gründung der DDR – die offizielle Zulassung im Land Brandenburg. Sie ist ein Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen, der die politischen und kulturellen Interessen der Sorben/Wenden in Brandenburg und Sachsen vertritt und die sorbische/wendische Sprache und Kultur fördert. Er hat rund 7.500 Mitglieder, die in fünf Domowina-Regionalverbänden mit Ortsgruppen und weiteren Mitgliedsvereinen sowie 13 überregionalen Mitgliedsverbänden organisiert sind.

Die Sorben/Wenden sind seit rund 1.500 Jahren in der Lausitz ansässig. Sie haben sich trotz Assimilierungsversuchen früherer Herrscher und Regierungen ihre eigene Sprache und ihre von zahlreichen Festen und vielfältigem Brauchtum geprägte Kultur bewahrt. Die Länder Brandenburg und Sachsen sowie der Bund unterstützen die Bemühungen der Sorben/Wenden, ihre angestammte nationale Identität, Kultur und Sprache  zu bewahren und weiterzuent­wickeln. Das Land Brandenburg unterstützt die Stiftung für das sorbische Volk jährlich mit 3,1 Millionen Euro.

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