20.07.2018Rund 50.000 Euro für den Schäferhof in Frehne

Neues Fenster: Bild - Ulrike Gutheil - vergrößern ©Die Hoffotografen GmbH

Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil hat heute der Familie Heid in Frehne (Landkreis Prignitz) einen Fördermittelbescheid in Höhe von 50.000 Euro im Rahmen der diesjährigen Denkmalhilfe für die Sanierung der Fassade und des Daches des Schäferhofs übergeben. „Mit den Mitteln der Denkmalhilfe können wir dazu beitragen, das Gebäude zu sichern und vor dem weiteren Verfall zu bewahren. Ich freue mich, dass es gelungen ist, die Mittel für die Denkmalhilfe seit 2015 von 250.000 auf 1 Million Euro zu vervierfachen. Das zeigt, dass das Land seine Anstrengungen im Denkmalschutz deutlich verstärkt hat. Gleichzeitig sind wir bei der Bewahrung unseres Denkmal-Reichtums auch weiterhin auf bürgerschaftliches Engagement angewiesen – viele Kleinode in den Städten und Dörfern wären ohne privaten Einsatz nicht zu erhalten“, so Gutheil. „Die zahlreichen Gutshäuser, Kirchen, Industriebauten und Wohnhäuser sind nicht nur herausragende und einmalige Zeugnisse – sie sind aufgrund ihrer Authentizität besonders geeignet, Kinder und Jugendliche mit Geschichte und Kultur in Berührung zu bringen und tragen maßgeblich zur Identitätsstiftung bei. Auch die positive Entwicklung der Tourismuswirtschaft in den vergangenen Jahren verdanken wir in hohem Maße den Denkmalen, die – oft in Verbindung mit attraktiven kulturellen Angeboten – eine große Zahl von Touristen ins Land locken.“

Mit den Fördermitteln sollen die Fassade und das Dach des Schäferhofs in Frehne saniert werden. Bei dem Denkmal handelt es sich um einen zweigeschossigen Fachwerkbau mit Walmdach aus der Zeit um 1716, bei dem sich die Binnenstruktur des Hauses und baugeschichtlich wichtige Ausbauelemente fast vollständig erhalten haben. Der Schäferhof gehörte ursprünglich zum adligen Gut der Familie von Graevenitz in Frehne. Er wurde 2001 in das Denkmalverzeichnis des Landes Brandenburg aufgenommen. Nach langem Leerstand und Verfall wurde im vergangenen Jahr mit der denkmalgerechten Instandsetzung und Sanierung begonnen.

Im Rahmen des 2015 erstmals eingerichteten Förderprogramms Denkmalhilfe zur Sicherung von bedrohten Denkmalen steht in diesem Jahr erneut insgesamt eine Million Euro Landesmittel zur Verfügung. Damit können in diesem Jahr rund 30 dringende Sanierungs- und Sicherungs-Projekte gefördert werden. Das Kulturministerium stellt in diesem Jahr insgesamt rund 14,3 Millionen Euro für die Denkmalpflege bereit. Die Mittel fließen – neben der Denkmalhilfe – in die Kofinanzierung des Bundesprogramms zur Erhaltung national bedeutender Denkmale sowie an die Kirchen, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten für den Erhalt ihrer Bausubstanz. Insgesamt gibt es rund 24.500 eingetragene Denkmale im Land Brandenburg – davon rund 13.600 Bau- und Kunstdenkmale.

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