19.07.2018Schaden für Glaubwürdigkeit der Wissenschaft

Neues Fenster: Bild - Martina Münch - vergrößern ©Die Hoffotografen GmbH

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch äußert sich besorgt über die bundes- und weltweit bekannt gewordenen Vorwürfe gegen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Forschungsergebnisse auf scheinwissenschaftlichen Plattformen veröffentlichen. „Die Wahrnehmung der Wissenschaft in der Öffentlichkeit basiert entscheidend darauf, dass ihre Erkenntnisse und Veröffentlichungen höchsten und transparenten Standards der wissenschaftlichen Qualitätssicherung entsprechen. Die hohe Zahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen bei Verlagen, die offenbar die grundlegenden Regeln der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit unterlaufen, ist beunruhigend und beschädigt die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft. Das ist gerade vor dem Hintergrund des weltweiten Umsichgreifens von Populismus und Fake News ein verheerendes Signal. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind gefordert, die Vorwürfe im Rahmen ihrer Strukturen zur Aufarbeitung wissenschaftlichen Fehlverhaltens aufzuklären und daraus Konsequenzen für ihre Arbeit zu ziehen – auch um die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu schützen, die tagtäglich seriös und mit hoher Qualität arbeiten und forschen“, so Münch.Der freie und wachsende weltweite Zugang zu wissenschaftlichen Informationen im Rahmen von Open Access-Angeboten ist ein hohes Gut. Wir brauchen aber bessere Aufklärung an den Einrichtungen, effektivere Qualitätskontrollen und einen besseren Schutz der seriösen Publikationen. Ich werde mich zu der Problematik sowohl mit meinen Amtskollegen in den Ländern als auch mit unseren Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land abstimmen.“

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