09.05.2016Brandenburgischer Gesundheitscampus stärkt Gesundheits-forschung und sichert medizinische Versorgung im Land - Wissenschaftsministerin Münch eröffnet Workshop in BTU Senftenberg zur Präsentation von möglichen Forschungsclustern

Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute an der Brandenburgischen Technischen Universität in Senftenberg (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) den Workshop zur Präsentation möglicher Forschungscluster im Gesundheitscampus Brandenburg eröffnet. Sie verwies in ihrer Rede darauf, dass der Gesundheitscampus zur Sicherung der medizinischen Versorgung im Land und zur Stärkung der Gesundheitsforschung beitragen soll. „Der heutige Workshop ist ein zentraler Schritt beim weiteren Auf- und Ausbau des Gesundheitscampus und stellt wichtige Weichen für die künftige Ausrichtung im Forschungsbereich. Mit dem Aufbau eines Gesundheitscampus soll hier vor Ort an Krankheiten geforscht werden, die im Alter gehäuft auftreten. Und es geht uns auch darum, Modelle zu entwickeln, die es kranken Menschen in Brandenburg ermöglichen, möglichst lange zu Hause zu leben und gut versorgt zu werden“, so Münch. „Schon heute haben wir in den Hochschulen und Instituten hoch aktuelle, international beachtete Forschung in medizinisch relevanten Gebieten. Durch die Vernetzung im Gesundheitscampus entsteht nicht nur ein in dieser Form einmaliges Netzwerk in Deutschland – es ergeben sich auch neue Chancen für die Fachkräftesicherung und die medizinische und pflegerische Versorgung im Flächenland Brandenburg sowie für die weitere Stärkung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Gesundheitsbereich in Brandenburg.“

Ein zentraler Aspekt beim Aufbau des Gesundheitscampus Brandenburg ist die Identifizierung und Festlegung zukünftiger Forschungsschwerpunkte zum Thema „Medizin und Gesundheit des Alterns“. Forscherinnen und Forscher haben dazu unterschiedliche Vorschläge für Verbundforschungsvorhaben erarbeitet. Auf dem Workshop werden sieben so genannte Cluster vor rund 70 Vertretern der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, darunter unter anderem die Universität Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die Medizinische Hochschule Brandenburg sowie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung, das Institut für Biomaterialforschung/Helmholtz-Zentrum und das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, präsentiert. Danach werden diese in einem zweistufigen Verfahren unter Beteiligung einer externen Expertenkommission sowie des wissenschaftlichen Beirats des Gesundheitscampus bewertet. Eine endgültige Entscheidung zu den Forschungsclustern soll bis Ende dieses Jahres fallen.

Der Gesundheitscampus soll als Forschungs- und Lehrverbund aus Universitäten, weiteren Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen die universitäre Gesundheitsforschung durch Forschungsverbünde stärken, die praxisnahe Aus- und Weiterbildung in Gesundheit und Pflege fördern und zukunftsweisende Modelle für die medizinische Versorgung im Flächenland Brandenburg hervorbringen. Dazu soll auch ein breites Netzwerk aus Kliniken in den Campus eingebunden werden. Ein erster Forschungsschwerpunkt soll die „Medizin und Gesundheit des Alterns“ sein. Der Aufbau des Gesundheitscampus erfolgt stufenweise: Im vergangenen Jahr wurde eine Geschäftsstelle eingerichtet. Ab 2017 sollen die Forschungscluster starten und 2018 die ersten Professoren berufen werden.

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