04.02.2020

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In Brandenburg wird Zukunft gemacht


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Bioökonomie
©dpa Fabian Sommer

Wissenschaftsministerin Manja Schüle gratuliert dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Großbeeren und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. in Müncheberg zu ihrem aktuellen Erfolg. Die beiden Einrichtungen haben sowohl den Zuschlag für die zentrale Koordinierungsstelle des vom Bund geförderten Förderprogramms ‘Agrarsysteme der Zukunft‘ erhalten als auch eine Förderung ihrer Projekte.

„Damit unterstreichen beide Einrichtungen einmal mehr ihre bundesweite Kompetenz im Feld der Agrar- und Ernährungsforschung. Neben der Federführung von zwei Forschungsverbünden erhalten die beiden Einrichtungen auch den Zuschlag der zentralen Koordinierung – das ist ein großartiger Erfolg. Und es zeigt gerade im aktuellen Wissenschaftsjahr eindrücklich: Brandenburg ist das Land der Bioökonomie und hier wird Zukunft gemacht.“

Mit dem Förderprogramm ‘Agrarsysteme der Zukunft‘ stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Weichen für eine Agrarproduktion im Sinne der Bioökonomie und einen gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen und ressourceneffizienten Agrarwirtschaft. Der Bund stellt im Rahmen des Förderprogramms insgesamt 40 Millionen Euro bereit – mehr als zehn Millionen Euro davon fließen nach Brandenburg.

Die zentrale Koordinierungsstelle, die in Brandenburg angesiedelt wird, unterstützt die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den acht erfolgreichen Konsortien, die deutschlandweit an innovativen Lösungen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Agrarwirtschaft arbeiten. Die Koordinierungsstelle wird für fünf Jahre mit knapp 1,6 Millionen Euro vom Bund gefördert. Die Kernaufgaben der Koordinierungsstelle bestehen vorrangig darin, durch die aktive Vernetzung Synergien zwischen den acht Forschungsverbünden zu ermöglichen. Darüber hinaus trägt sie dazu bei, die nationale und internationale Sichtbarkeit der Forschungsprojekte zu erhöhen und den gesamtgesellschaftlichen Dialog über zukünftige Agrarsysteme zu führen.

Das vom IGZ koordinierte Projekt Food4Future im Rahmen des Förderprogramms ‘Agrarsysteme der Zukunft‘ untersucht gemeinsam mit Partnern – darunter dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP und der Technischen Hochschule Wildau – unter den Extremszenarien ‘No Land‘ und ‘No Trade‘ radikale Innovationen für die Produktion alternativer Lebensmittelquellen, wie Makroalgen, Salzpflanzen, Quallen oder Grillen, sowie neuartige Ansätze im bisher ungenutzten urbanen Raum.

Das vom ZALF koordinierte Projekt DAKIS (Digitales Wissens- und Informationssystem für die Landwirtschaft) entwickelt ein digitales Entscheidungssystem, welches mit Hilfe von Robotik, Sensorik und Computermodellen ökonomisch effiziente und ökologisch nachhaltige Anbausysteme ermöglicht. Ziel ist es, Ökosystemleistungen, Biodiversität und Ressourceneffizienz in den Entscheidungsprozess der Landwirte zu integrieren und diese zu optimieren. Zudem sollen neue Kommunikationswege zwischen Landwirten, Verbrauchern und Gesellschaft entwickelt werden. An dem Projekt arbeiten weitere Einrichtungen mit, darunter die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde, die Europa-Universität Viadrina und das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie.

Weitere Informationen: www.agrarsysteme-der-zukunft.de

Ident-Nr
31
Datum
04.02.2020
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