Ministerium

Fachabteilungen

Service

26.06.2019Mandel-, Apfel- und Zedernbäume im ‘Garten des Buches‘

Neues Fenster: Bild - Martina Münch - vergrößern ©Die Hoffotografen GmbH

Kulturministerin Martina Münch hat heute im Beisein von Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, Landesrabbiner Nachum Presman und Jafaar Atarwa von der Muslimischen Gemeinde Berlin den ‘Garten des Buches‘ im ehemaligen Kloster Lindow (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) eröffnet und die interreligiöse Begegnungsstätte gewürdigt. „Das erste interreligiöse Garten-Projekt in Deutschland baut wichtige historische und kulturelle Brücken zwischen den Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Im Garten wachsen Pflanzen wie etwa Mandel-, Apfel- oder Zedernbäume, die sowohl in der Bibel als auch in der Tora und im Koran eine wichtige Rolle spielen. Sie laden auf eine sehr sinnliche und greifbare Weise ein, sich mit den jeweiligen religiösen Kontexten der Pflanzen zu beschäftigen, die Religionen mit ihren Unterschienden und Gemeinsamkeiten zu entdecken und über Generationen und Kulturen hinweg miteinander ins Gespräch zu kommen. Das ist gerade heute – einer Zeit, in der weltweit Populismus, Nationalismus, religiöser Fanatismus und Hass geschürt werden – ein wichtiges Signal, dass ein friedliches und respektvolles Miteinander der Kulturen und Religionen möglich ist.“

Der ‘Garten des Buches‘ ist das erste jüdisch-christlich-muslimische Gartenprojekt in Deutschland. Der in Form eines Labyrinths angelegte Garten soll als generationen- und kulturübergreifende Begegnungs- und Lernstätte der drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam dienen. Hinweis- und Informationstafeln zitieren aus der Tora, der Bibel und dem Koran und erläutern die jeweiligen religiösen Kontexte. Initiator des Projektes ist der Vorsitzende des Stiftkapitels Kloster Lindow, Horst Borgmann. Das Projekt wird von der Jüdischen Gemeinde ‘Wiedergeburt‘ Oranienburg, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, dem Verein der Muslime in Potsdam sowie zahlreichen lokalen, regionalen und internationalen Organisationen unterstützt. Die Anlage wird zum Teil aus EU-Mitteln finanziert. Kulturministerin Münch ist Schirmherrin des Gartens.

Das Kloster Lindow wurde um 1230 als Zisterzienserinnenkloster gegründet und war das Hauskloster der Lindow-Ruppiner Grafen. Nach dem Aussterben der Linie fiel das Kloster 1524 an die Mark Brandenburg, 1542 wurde es nach der Reformation als evangelisches Damenstift genutzt. Im Jahr 1638 wurde die Klosteranlage während des Dreißigjährigen Krieges durch kaiserliche Truppen zerstört. Kloster Lindow war das Vorbild für das Kloster Wutz in Theodor Fontanes Roman ‘Der Stechlin‘. Heute befindet sich auf dem Areal der Klosteranlage, das dem Stiftkapitel Kloster Lindow gehört, ein evangelisches Seniorenzentrum und in der Klosteranlage finden regelmäßig Kultur-Veranstaltungen statt.

PM als pdf

Auswahl

Jahr
Rubrik


Zum Pressesprecher

Pressesprecher:
Stephan Breiding
Tel.: 0331 / 866 4566
Mobil: 0171 / 837 559 2
stephan.breiding@mwfk.brandenburg.de