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25.06.2019Mandel-, Apfel- und Zedernbäume im ‘Garten des Buches‘

Neues Fenster: Bild - Martina Münch - vergrößern ©Die Hoffotografen GmbH

Wann: Mittwoch, 26. Juni, 14.30 Uhr

Wo: Kloster Lindow, 16835 Lindow (Mark), Landkreis Ostprignitz-Ruppin

Was: Kulturministerin Martina Münch spricht im Beisein von Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, Landesrabbiner Nachum Presman und Jafaar Atarwa von der Muslimischen Gemeinde Berlin ein Grußwort zur Eröffnung des interreligiösen ‘Garten des Buches‘ im ehemaligen Kloster Lindow.

Der ‘Garten des Buches‘ ist das erste jüdisch-christlich-muslimische Gartenprojekt in Deutschland. Der in Form eines Labyrinths angelegte Garten soll als generationen- und kulturübergreifende Begegnungs- und Lernstätte der drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam dienen. Im Garten wachsen Pflanzen wie etwa Mandel-, Apfel- oder Zedernbäume, die sowohl in der Tora, der Bibel als auch im Koran zu finden sind. Tafeln zitieren aus den heiligen Büchern und erläutern den religiösen Kontext. Initiator des Projektes ist der Vorsitzende des Stiftkapitels Kloster Lindow, Horst Borgmann. Das Projekt wird von der Jüdischen Gemeinde ‘Wiedergeburt‘ Oranienburg, der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, dem Verein der Muslime in Potsdam sowie zahlreichen lokalen, regionalen und internationalen Organisationen unterstützt. Die Anlage wird zum Teil aus EU-Mitteln finanziert. Kulturministerin Münch ist Schirmherrin des Gartens.

Das Kloster Lindow wurde um 1230 als Zisterzienserinnenkloster gegründet und war das Hauskloster der Lindow-Ruppiner Grafen. 1524 fiel es an die Mark Brandenburg, ab 1542 wurde es nach der Reformation als evangelisches Damenstift genutzt. Im Jahr 1638 wurde die Klosteranlage während des Dreißigjährigen Krieges zerstört. Heute befindet sich auf dem Areal, das dem Stiftkapitel Kloster Lindow gehört, ein evangelisches Seniorenzentrum, in der Klosteranlage finden regelmäßig Kultur-Veranstaltungen statt.

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