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25.06.2019Gute Lehre sichert Hochschul-Qualität und Zukunft des Landes

Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute in Potsdam vier Lehrende von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, der Universität Potsdam und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) im Rahmen einer Festveranstaltung mit dem diesjährigen 7. Landeslehrpreis für ihre hervorragende Lehrtätigkeit ausgezeichnet. Dabei betonte sie die Bedeutung guter Lehre an den Hochschulen. „Im Wettbewerb um attraktive Studienbedingungen spielen gute Lehre und motivierte Lehrende eine herausragende Rolle. Sie sind die Grundlage für gut ausgebildete Fachkräfte und exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs. Ein wichtiger Partner der Hochschulen bei der Entwicklung guter Lehre ist das Netzwerk Studienqualität Brandenburg. Das Land unterstützt die Hochschulen durch eine leistungsbezogene Mittelvergabe und konkrete Vereinbarungen zur Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre in den Hochschulverträgen und würdigt exzellente Leistungen von Lehrenden durch die Verleihung des Landeslehrpreises“, so Münch. „Mit dem diesjährigen Preis wollen wir das besondere Engagement von Lehrenden im Land Brandenburg würdigen, die sich den differenzierten Herausforderungen in der akademischen Lehre stellen. In diesem Jahr würdigen wir gezielt das Engagement von Lehrenden, die nachhaltiges Lernen in besonderer Weise fördern und das Erreichen der Lernziele anhand eines kompetenzorientierten Prüfungsverfahrens prüfen und bewerten. Bei den ausgezeichneten Projekten werden Studierende gezielt dabei gestärkt, Gelerntes – auch fachübergreifend – zu vernetzen, erworbene Kompetenzen zu sichern und selbständig auszubauen. Das sind zentrale Voraussetzungen, um die immer komplexer werdenden wissenschaftlichen Herausforderungen auch künftig meistern zu können.“

Der Landeslehrpreis wird für drei Lehrprojekte vergeben und ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auslobung stand das Thema ‘Nachhaltiges Lernen – kompetenzorientiertes Prüfen‘:

  • Einen Lehrpreis in der Kategorie ‘Studentische Vorschläge‘ erhält Dr. Christina Bantle von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde für ihre Lehrveranstaltung ‘Nachhaltige Ernährungssysteme‘. Das Seminar soll die Studierenden in die Lage versetzen, Ansätze zur Gestaltung nachhaltiger Ernährungssysteme kritisch zu bewerten, einen Forschungsprozess zu planen und die Forschungsergebnisse zielgruppengerecht aufzubereiten. Als Prüfungsform wählte sie ein E-Portfolio, das die Studierenden zu einem selbstgewählten Thema führen und zu dem auch ein inhaltliches und ein persönliches Resümee gehören. Die Jury würdigt das Lehrprojekt als überaus engagiert, zeitlich und inhaltlich sehr anspruchsvoll und an den Bedürfnissen der Studierenden orientiert.
  • Einen Lehrpreis in der Kategorie ‘Bewerbungen‘ erhalten die beiden Lehrenden Prof. Dr. Britta Freitag-Hild und Prof. Dr. Dagmar Barth-Weingarten von der Universität Potsdam für ihr interdisziplinäres Seminar ‘Interaction in the Classroom: Assessing Speaking Skills‘. Das Seminar richtet sich an Lehramtsstudierende im Fach Englisch und soll sie befähigen, die Sprechleistungen ihrer Schülerinnen und Schüler zu beurteilen. Hierzu werden sprachwissenschaftliche Inhalte und Methoden bei der Analyse von Rollenspielen aus dem Englischunterricht genutzt. Das Seminar ist so aufgebaut, dass die Studierenden von der gemeinsamen und angeleiteten Analyse der Sprechleistungen schrittweise zu einer autonomen Bewertung der Schülerleistungen gelangen. Besonders positiv bewertet die Jury die Interdisziplinarität, die Vorzeigecharakter für andere Formate hat.
  • Einen weiteren Lehrpreis in der Kategorie ‘Bewerbungen‘ erhält Dr. Susann Worschech von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) für ihr ‘Empirisches Forschungsseminar: Partizipation und Stadtentwicklung in Grenzregionen‘ Die Studierenden arbeiten hier empirisch und durchlaufen einen kompletten Forschungsprozess. Sie erarbeiten sich im Laufe der Veranstaltung ein ‘Gerüst‘ für empirische Forschung, das sie später für eigene Projekte anwenden können. Das Seminar hat zudem einen direkten Realitätsbezug: Studierende bringen über das Seminar ihre Kompetenzen in die Kulturentwicklungsplanung der Stadt Frankfurt (Oder) ein. Überzeugt hat die Jury, dass Susann Worschech Lernen und Lehren als kollegialen, offenen und interaktiven Prozess versteht, der auf unterschiedlichsten Ebenen die Fähigkeiten der Studierenden anspricht und Kompetenzen fördert.

Die Entscheidung zur Vergabe hat eine Jury mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten getroffen, darunter die Landeslehrpreisträgerin und die Landeslehrpreisträger des Vorjahres, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen und des Wissenschaftsministeriums. Für den Lehrpreis konnten sich Lehrende der staatlichen Hochschulen des Landes mit ihren Lehrkonzepten bewerben und Studierende ihre besten Lehrenden vorschlagen.

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