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22.06.2019Kunst-Projekte beleben ehemalige Turbinenhalle

Neues Fenster: Bild - Martina Münch - vergrößern ©Die Hoffotografen GmbH

Kulturministerin Martina Münch hat heute in der ehemaligen Turbinenhalle am Stienitzsee (Landkreis Märkisch-Oderland) die Ausstellung ‘Unter Strom‘ eröffnet und den Kunstverein Endmoräne als kulturelles Aushängeschild Brandenburgs gewürdigt. Seit mehr als 25 Jahren beleben die Künstlerinnen der Endmoräne mit hoher künstlerischer Qualität, grenzüberschreitenden Projekten, ungewöhnlichen Kunstwerken und kreativen Aktionen leerstehende und vergessene Räume wie Bahnhöfe, Fabrikhallen oder Gutshäuser. Ihre Zeichnungen, Filme, Raum- und Klang-Installationen, Skulpturen, Fotografien und Kunst-Performances bieten die Möglichkeit, verlassene und vergessene Gebäude und Areale in einem spannenden künstlerischen Kontext wieder oder neu zu entdecken. Mit vielschichtigen und facettenreichen Kunstprojekten an außergewöhnlichen Orten erweitert der Kunstverein nicht nur das regionale kulturelle Angebot, sondern lockt auch Gäste von weither an, befördert gesellschaftspolitische Diskussionen und stiftet regionale Identität.“ Bei der Veranstaltung übergab Ministerin Münch auch einen Zuwendungsbescheid des Landes in Höhe von 30.000 Euro für die diesjährige Sommerwerkstatt.

Der Kunstverein Endmoräne ist ein Zusammenschluss von Künstlerinnen aus Brandenburg und Berlin. Seit 1991 bespielen Künstlerinnen jedes Jahr im Rahmen ihrer Sommerwerkstatt verlassene Orte wie ehe­malige Gutshäuser, Bahnhöfe, Kirchen, Schlösser, Kasernen oder Fabriken mit raum- und themenbezogenen Arbeiten. Dazu laden sie in- und ausländische Künstlerinnen ein und beziehen auch lokale Akteure und Institutionen ein. Dieses Jahr findet die Sommerwerkstatt ‘Unter Strom‘ in der ehemaligen Turbinenhalle am Stienitzsee statt. Insgesamt 24 Künstlerinnen zeigen an drei aufeinander folgenden Wochenenden bis zum 07. Juli 2019 ihre vom 10. bis 24. Juni in der Sommerwerkstatt des Kunstvereins entstandenen Arbeiten. Gezeigt werden Werke von Susanne Ahner, Kerstin Baudis, Ka Bomhardt, Claudia Busching, Gisela Genthner, Margita Haberland, Renate Hampke, Masko Iso, Gunhild Kreuzer, Angela Lubič, Annette Munk, Barbara Müller, Dorothea Neumann, Elke Postler, Patricia Pisani, Susanne Pittroff, Antje Scholz, Erika Stürmer-Alex, Tina Zimmermann, Kerstin Ergenzinger, Kati Gausmann, Anne Peschken und Tina Tonagel. An der Ausstellung beteiligt sich auch die Künstlerin Christiane Wartenberg, die in diesem Jahr den Preis des Ministerpräsidenten für ihr Lebenswerk im Rahmen des Brandenburgischen Kunstpreises bekommt. Kulturministerin Münch ist Schirmherrin der diesjährigen Sommerwerkstatt.

Die 1913 errichtete Turbinenhalle am Stienitzsee mit zwei Dampfturbinen, einem Generator, einem Kesselhaus und einem Wasserturm versorgte ursprünglich die umliegenden Werke und Wohngebäude mit Strom. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil der Gebäude zerstört. Ab 1956 wurde die Turbinenhalle zum Kulturhaus umgewandelt, später war dort ein Filmstudio der DEFA untergebracht. Heute wird der Platz wieder als Ort für Kulturveranstaltungen genutzt.

Weitere Informationen: www.endmoraene.de

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