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21.06.2019Sieben Forschungsprojekte für den Strukturwandel

Neues Fenster: Bild - BTU Cottbus-Senftenberg - vergrößern © BTU Cottbus-Senftenberg

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg haben heute auf Einladung von Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch und der amtierenden BTU-Präsidentin Prof. Christiane Hipp sieben Forschungsprojekte präsentiert, die den Prozess der Strukturentwicklung in der Lausitz unterstützen sollen.

Wissenschaftsministerin Münch würdigte die vorgestellten Projekte als wichtige Meilensteine beim Prozess der Strukturentwicklung. „Im vergangenen Herbst haben wir mit der Konferenz ‘Lausitz 2030: Wissenschaft, Forschung und Kultur‘ in Cottbus den Startschuss für die Entwicklung unserer Lausitz-Strategie gegeben. Ich freue mich, dass inzwischen eine ganze Reihe hochkarätiger und innovativer Forschungsvorhaben vorliegt, die den Strukturwandel vor Ort voranbringen sollen. Damit können wir unsere Lausitz-Strategie mit konkreten Projekten untersetzen. Einige der heute vorgestellten Projekte haben bereits Eingang in das Eckpunktepapier für das Strukturstärkungsgesetz des Bundes gefunden oder sind als ‘Sofortmaßnahmen‘ für eine Förderung vorgesehen. Für die anderen wollen wir zusätzlich rund 300.000 Euro bereitstellen, damit sie ihre Projekte weiterentwickeln und profilieren können“, so Münch. „Die BTU spielt eine Schlüsselrolle bei der weiteren erfolgreichen Entwicklung der Region. Dabei wollen wir die begonnene Verzahnung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft weiter ausbauen und den Wissenstransfer verstärken. Dies ist wesentlich für Innovation, wirtschaftliche Entwicklung, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region.“

BTU-Präsidentin Hipp „Wir sind als Wissenschaftseinrichtung in der Lausitz in der Verantwortung für unsere Region und unser Land und arbeiten aktiv an der Gestaltung des Strukturwandels. Im Oktober 2018 haben wir zum Besuch der Strukturwandelkommission in der Lausitz Projektideen eingereicht und freuen uns, dass mehrere dieser Ideen Eingang in das innovative Sofortprogramm gefunden haben. Heute haben wir weitere, von unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelte Projektvorhaben vorgestellt, die gezielt für die Lausitz und mit einem besonderen Fokus auf eine nachhaltige Gestaltung des Strukturwandels ausgerichtet wurden.“

Bei den sieben Projekten, die von einem Beirat der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg ausgewählt wurden, handelt es sich um die Projekte,

  • ‘Multidisziplinäre Optimierung eines hybriden Mikrogasturbinen-SOFC-Systems‘,
  • ‘Nachhaltige Entwicklung einer multifunktionalen Landschaft – Bewirtschaftung von komplex vernetzten natürlichen Ressourcen im Klimawandel‘,
  • ‘LIRIA – Lausitzer International Research & Innovation Academy‘,
  • ‘Digital vernetzte Multi-Energiesysteme – Energie-Innovationszentrum‘,
  • ‘Innovationscampus μSensorik‘ (icampus),
  • ‘Lausitzer Zentrum für Künstliche Intelligenz‘ sowie
  • ‘Zentrum für Strukturwandel und Regionalentwicklung‘.

Die beiden Projekte ‘Multidisziplinäre Optimierung eines hybriden Mikrogasturbinen-SOFC-Systems‘ und ‘Innovationscampus µSensorik (icampus)‘ sollen noch in diesem Jahr als Sofortmaßnahme vom Bund mit mindestens 6 Millionen bzw. 7,5 Millionen über drei Jahre gefördert werden. Ein weiteres Projekt unter dem Titel ‘Lausitzer Zentrum für Künstliche Intelligenz‘ ist vom Land im offiziellen Eckpunktepapier des Bundes aufgenommen worden.

Der Bund wird den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen zusammen mit den Ländern bis zum Jahr 2038 Unterstützung beim Strukturwandel gewähren. Zu diesem Zweck wurde zunächst für die Jahre 2019 bis 2021 ein Sofortprogramm für die Braunkohleregionen aufgelegt. Dafür stehen im Rahmen bestehender Bundesprograme kurzfristig insgesamt 240 Millionen Euro bereit. Für die längerfristige Unterstützung des Strukturwandels wird der Bund voraussichtlich im September 2019 das ‘Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen‘ mit einem Finanzvolumen in Höhe von insgesamt 40 Milliarden Euro beschließen. Davon erhält Brandenburg mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr bis 2038. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat im Februar 2018 begonnen, in Abstimmung mit zahlreichen Akteuren aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie der sorbischen/wendischen Minderheit eine eigene Lausitz-Strategie zu entwickeln, die Teil der Landes-Strategie ist.

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