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13.06.2019‘Fontanes Medien‘ im Fokus der Forschung

Kultur- und Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute an der Potsdamer Universität den Kongress ‘Fontanes Medien (1819-2019)‘ im Rahmen des Jubiläumsprogramms zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane eröffnet und als wichtigen Beitrag im Fontane-Jahr gewürdigt. „Der internationale und interdisziplinäre Fontane-Kongress versammelt namhafte Fontane-Forschende, nähert sich auf vielfältigen Wegen den Fragen rund um ‘Fontanes Medien‘ und nutzt neuartige Wissenschaftsformate zur Annäherung an das ‘Medienphänomen Fontane‘. Mit seinem spannenden Programm ist der Kongress nicht nur einer der Höhepunkte des Jubiläumsjahres, sondern trägt auch maßgeblich dazu bei, den großen Brandenburger Autor neu und anders zu entdecken“, so Ministerin Münch. „Der 1819 in Neuruppin geborene Theodor Fontane ist einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller und trägt mit seinem Werk bis heute wesentlich zur Identitätsbildung im Land Brandenburg bei. Zu seinem 200. Geburtstag würdigen wir mit zahlreichen facettenreichen, ungewöhnlichen und attraktiven Veranstaltungen nicht nur seine Person, sondern werfen auch einen Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit und können sein Werk im Spiegel des 21. Jahrhunderts neu entdecken.“

Mehr als 100 Forscherinnen und Forscher aus dem In- und Ausland diskutieren auf dem internationalen und interdisziplinären Fontane-Kongress die Bedeutung der Medien für das literarische wie publizistische Schaffen Theodor Fontanes und reflektieren die digitalen Medien, in denen uns Fontane heute begegnet. Parallel zum Kongress findet ein vielfältiges Rahmenprogramm statt. Der von der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Theodor-Fontane-Archivs e.V. und dem Theodor-Fontane-Archiv verliehene und mit 2.000 Euro dotierte Fontane-Wissenschaftspreis für herausragende Verdienste um die Erforschung von Werk und Leben Theodor Fontanes geht in diesem Jahr an den renommierten Lektor, Editor, Biograph und Fontane-Forscher Dr. Gotthard Erler. Der Kongress wird von der Universität Potsdam unter Koordination des Theodor-Fontane-Archivs ausgerichtet und findet vom 13. bis 16. Juni 2019 statt. Das Land fördert den Kongress mit 80.000 Euro.

Das 1935 gegründete Theodor-Fontane-Archiv ist ein Literaturarchiv, eine Forschungseinrichtung und ein Kultureller Gedächtnisort von nationaler Bedeutung, der Theodor Fontane und seiner Zeit gewidmet ist. Das Archiv bewahrt, erschließt und präsentiert Handschriften, Dokumente und andere Zeugnisse zu Fontane und seiner Zeit. Seine Bestände umfassen derzeit etwa 20.000 Originalhandschriften, historische Abschriften und seltene Drucke Fontanes und seines Umfeldes. Seit 2007 in der Villa Quandt am Potsdamer Pfingstberg angesiedelt, ist es seit 2014 eine wissenschaftliche Einrichtung der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam. Das Archiv wird seit 2017 von Prof. Dr. Peer Trilcke geleitet.

Unter dem Titel ‘fontane.200‘ präsentieren in diesem Jahr zahlreiche Partner aus Kultur, Bildung und Wissenschaft im ganzen Land ein breit gefächertes Programm mit mehr als 400 Veranstaltungen zum 200. Geburtstag des Dichters und Schriftstellers. Im Zentrum des Jubiläumsjahres steht die Fontanestadt Neuruppin mit einer großen Leitausstellung im Museum Neuruppin sowie den Fontane-Festspielen und interaktiven Jugendprojekten. Zu den weiteren Höhepunkten gehören unter anderem eine Sonderausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam, das Themenjahr von Kulturland Brandenburg mit mehr als 40 Projektpartnern und die Verleihung des mit 40.000 Euro dotierten ‘Fontane-Literaturpreises der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg‘ an die Autorin Peggy Mädler. Das Programm zum Jubiläum wurde offiziell am 30. März in Neuruppin eröffnet und dauert bis zu Fontanes Geburtstag am 30. Dezember 2019. Das Land unterstützt das Fontane-Jahr mit insgesamt rund 1,87 Millionen Euro.

Theodor Fontane, geboren 1819 in Neuruppin und gestorben 1898 in Berlin, zählt zu den wichtigsten Vertretern des literarischen Realismus. Mit seinen Werken wie ‘Effi Briest‘, ‘Der Stechlin‘ und ‘Irrungen, Wirrungen‘ spiegelte er hintergründig die preußische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Wie kein anderer Autor hat er die Identität Brandenburgs geprägt und das Bild der Region weit über deren Grenzen hinaus vermittelt, insbesondere mit seinen ‘Wanderungen durch die Mark Brandenburg‘. Neben den bekannten Romanen, Novellen und Gedichten gehören auch Reise- und Kriegsberichte, Reportagen, Literaturrezensionen sowie Kunst- und Theaterkritiken zum umfangreichen Schaffen Fontanes.

Weitere Informationen: 

www.fontane-200.de

www.fontanearchiv.de 

www.uni-potsdam.de/fontanekongress/startseite.html

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