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30.05.2019Rund zwei Millionen Euro für kulturelle Ankerpunkte und Orte

Neues Fenster: Bild - Martina Münch - vergrößern ©Die Hoffotografen GmbH

Das Kabinett hat am Dienstag den beiden von Kulturministerin Martina Münch vorgelegten Konzepten ‘Unterstützung regionaler kultureller Ankerpunkte‘ sowie ‘Brandenburger Kulturort des Jahres‘ zugestimmt. Die beiden Konzepte mit einem Fördervolumen von jährlich insgesamt rund zwei Millionen Euro gehen jetzt zur weiteren Befassung in den Landtag und werden dort voraussichtlich im Juni verabschiedet.

Kulturministerin Martina Münch: „Das Land hat im Rahmen seiner Kulturpolitischen Strategie in den vergangenen Jahren attraktive kulturelle Angebote für alle Brandenburgerinnen und Brandenburger gestärkt und gesichert. So haben wir zusätzliche Mittel in die Hand genommen, um große Kultureinrichtungen mit überregionaler Ausstrahlung weiterzuentwickeln – dafür stehen das Landesmuseum für moderne Kunst und die Einrichtung der Landesbühnen ebenso wie die beiden Landesstiftungen Kleist-Museum sowie Park und Schloss Branitz, so Münch. „Die beiden aktuellen Konzepte auf der Grundlage einer kulturpolitischen Initiative des Landtags wären sinnvolle und wichtige Ergänzungen, um die regionale Identität als landespolitischen Schwerpunkt unserer kulturpolitischen Strategie weiter zu stärken. Wir brauchen – insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Herausforderungen – eine zusätzliche, auf die Bedarfe des ländlichen Raumes zugeschnittene Förderung, die die vielen großartigen Kulturinitiativen im Land aufgreift und stärkt. Dafür wollen wir ein Förderprogramm zur Unterstützung und Entwicklung regionaler ‘Kultureller Ankerpunkte‘ in ländlichen Räumen auflegen. Mit den ‘Kulturorten des Jahres‘ wollen wir das außerordentliche kulturelle Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger würdigen und dazu beitragen, dass gelungene Kulturprojekte als ‘Kulturorte des Jahres‘ in alle brandenburgische Regionen ausstrahlen.“

Der Landtag hatte die Landesregierung im September 2018 aufgefordert, ein ‘Förderkonzept zur Unterstützung regionaler kultureller Ankerpunkte‘ im ländlichen Raum zu erarbeiten. Ziel ist es, kulturelle Einrichtungen als identitätsstiftende Kultur-Zentren einer Region zu stärken und kulturelles Leben vor Ort weiterzuentwickeln. Das vom Kulturministerium vorgelegte Konzept sieht vor, alle drei Jahre bis zu 15 Konzepte und Orte im Rahmen eines Wettbewerbs auszuwählen, die sich zu einem ‘Kulturellen Anker‘ entwickeln wollen. Die Ankerpunkte sollen an professionell arbeitende Kultureinrichtungen oder Strukturen anknüpfen und diese weiterentwickeln. Entscheidend ist, dass dabei auch ehrenamtlich Engagierte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft einbezogen werden. Neben partizipativen Elementen soll mit den Ankerpunkten die Attraktivität des kulturellen Angebotes überregional sichtbarer gemacht werden, um die regionale Identität zu stärken und die kulturtouristische Entwicklung der Region zu fördern. Das Auswahlverfahren soll über eine Fachjury erfolgen. Für die Förderung der einzelnen ‘Ankerpunkte‘ sollen diese drei Jahre lang insgesamt 300.000 bis 450.000 Euro erhalten, eine Förderung für weitere drei Jahre ist im Rahmen einer zweiten Förderphase möglich. Das gesamte Förderprogramm soll ein jährliches Volumen von rund 1,5 bis 2 Millionen Euro haben.

Ebenfalls im September 2018 hatte der Landtag beschlossen, alle zwei Jahre einen ‘Brandenburger Kulturort des Jahres‘ auszuloben. Der Titel soll alle zwei Jahre ausgelobt werden. Der ausgewählte Ort soll für das betreffende Jahr mithilfe eines herausragenden Kulturprogramms in den Mittelpunkt des kulturpolitischen und gesellschaftspolitischen Lebens im Land gestellt werden. Bei der Entscheidung für den ‘Brandenburger Kulturort des Jahres‘ sollen neben kulturell-künstlerischen Kriterien auch Aspekte wie Partizipationsangebote für die Menschen vor Ort, die Darstellung regionaler Besonderheiten und langfristige Wirksamkeit der Kulturorte berücksichtigt werden. Das Auswahlverfahren soll ebenfalls über eine Fachjury erfolgen. Die ausgewählten Kulturorte sollen über zwei Jahre mit einer sechsstelligen Summe gefördert werden.

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