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17.05.2019Apps zu Inschriften in Backstein

Neues Fenster: Bild - Kloster Chorin - vergrößern Kloster Chorin ©Ulrike Schuhose

Ein animierter Film über das mittelalterliche Kloster bildet den Abschluss der neuen Dauerausstellung in Chorin. Er beleuchtet das vielschichtige religiöse Leben einer Zisterziensergemeinschaft und vermittelt auf anschauliche Weise, welche Rituale im Kloster in welchem Raum stattgefunden haben. Nachbildungen der mittelalterlichen Objekte (Tabula, Glocke und Triangel) und Kleidungsstücke nach historischen Vorbildern vervollständigen das Bild des religiösen Alltags. Außerdem werden die Apps „Sprechende Steine – Inschriften und Zeichen aus der Backsteingotik“ sowie „Kloster Chorin 3D - Zur Zeit der Zisterzienser“, eine digitale Rekonstruktion des Klosters Chorin, vorgestellt.

Seit 2015 wurde die Dauerausstellung im Kloster Chorin geplant und in zeitlich aufeinander folgenden Abschnitten eröffnet. Den Anfang bildeten „Klosterbau und Klosterwirtschaft“ sowie „Karl Friedrich Schinkel in Chorin“ 2017 und die Sonderausstellung „Sprechende Steine - Inschriften in Backstein“ 2018. „Das Kloster Chorin steht für eine gelungene Symbiose von Denkmalpflege und zeitgemäßer Vermittlung der Geschichte“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. „Die Bundesregierung hat dieses außerordentliche Projekt gern mit großem Engagement unterstützt. Mit der nun kompletten Dauerausstellung werden zeitgemäß Traditionen, Kenntnisse und Werte vermittelt, die unser Land über Jahrhunderte geprägt haben. Kloster Chorin leistet damit exemplarisch einen bedeutenden Beitrag zur kulturellen Bildung, aber auch zur Identifikation mit der Region und zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur“.

Auch Brandenburgs Kulturministerin freut sich über die Vervollständigung der neuen Dauerausstellung. „Die ehemalige Zisterzienserabtei Chorin ist nicht nur ein Höhepunkt mittelalterlicher Architektur, sondern auch ein frühes Beispiel gelungener Denkmalpflege: Erste Bauforschungen, archäologische Grabungen und Restaurierungsarbeiten fanden hier bereits seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts statt. Mit jährlich fast 100.000 Besucherinnen und Besuchern ist das Kloster Chorin bereits jetzt einer der bedeutsamsten kulturellen Anziehungspunkte im Land Brandenburg – die neue Dauerausstellung mit digitalen 3D-Angeboten und -Erlebnissen wird die Attraktivität des Ortes weiter stärken.“

Mit den Funktionen der einzelnen Räume im Rhythmus von Arbeiten und Beten und dem Zusammenleben der Mönche im mittelalterlichen Kloster beschäftigt sich der Animationsfilm „Der geistliche Alltag im Kloster Chorin“. Dieser wird im Ostflügel der Anlage gezeigt, der bereits durch seine Sanierung 2007 an die Nutzung der Räume durch die Mönche erinnert. „Jeder Teil der Dauerausstellung hat eine eigene Vermittlungs- sprache. Das religiöse Leben haben wir bewusst in einem animierten Film dargestellt. So kann der komplexe Alltag der Mönche gut nachvollzogen werden. Für uns ist es wichtig, dass das Kloster eine zeitgemäße Vermittlung erhalten hat.

So können wir auch Schülern und jungen Erwachsenen dieses komplexes Thema kurzweilig erläutern und es in die museumspädagogischen Angebote einbinden“, so Franziska Siedler, Leiterin des Klosters Chorin.

Mit der App „Sprechende Steine – Inschriften im Backstein“ können Besucher noch tiefer in die Geschichte der Anlage eintauchen. Bei den sprechenden Steinen handelt es sich um einen standortabhängigen Guide, mit dessen Hilfe sich sichtbare und auch fast unsichtbare Botschaften im Ziegel des Klosters Chorin entdecken und erklären lassen.

„Kloster Chorin 3D – Zur Zeit der Zisterzienser“ verknüpft die klassische Ausstellung zu „Klosterbau und Klosterwirtschaft“ im Cellarium mit einer virtuellen Rekonstruktion der Gebäudeteile in der Anlage – auch mit solchen, die nicht mehr erhalten sind. „Archäologische Untersuchungen, gestützt von bauhistorischen Erkenntnissen, ermöglichten der Firma Reunion media die Programmierung eines Erlebnisses mit Tiefenwirkung, das ist ein absolutes Novum für uns!“ freut sich Frau Siedler.

Für die Sparkasse Barnim, die Kulturstiftung der Sparkasse und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung als langjährige Förderer in Chorin erklärte Vorstandsvorsitzender Uwe Riediger: "Die Sparkasse Barnim, ihre Kulturstiftung und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung sind seit Mitte der 1990er Jahre Partner des Choriner Musiksommers. Aus diesem Grund haben wir uns zusätzlich für eine Dauerausstellung zu Geschichte und Architektur des Klosters engagiert, die das gestiegene öffentliche Interesse an Chorin zeitgemäß aufgreift."

Die Realisierung wurde möglich durch die Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Brandenburg sowie mit freundlicher Unterstützung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, durch die Sparkasse Barnim, den Landkreis Barnim und die Gemeinde Chorin.

Die neue Dauerausstellung ist ganzjährig geöffnet. Alle Texte gibt es auch in englischer Sprache. Für Besucher mit Seh- und Geheinschränkung stehen Audioguides zur Verfügung. Führungen durch die Ausstellung und die Klosteranlage sind buchbar. Kleine Ausflüge zu Fuß und per Rad in die Umgebung sind gut ausgeschildert. Ein „Klostercafé“ mit biologischen Produkten, Terrasse und herrlicher Sicht auf das Kloster lädt zum Verweilen ein.

Ansprechpartnerin für weitere Informationen: Dr. Franziska Siedler | Leiterin Kloster Chorin | Telefon: 033366/530016 | info@kloster-chorin.org | Eigenbetrieb Kloster Chorin | Amt 11a I 16230 Chorin | Sämtliches Pressematerial steht ebenfalls unter kloster-chorin.org/dauerausstellung zum Download bereit.

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