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10.05.2019Brandenburger Startschuss für Bauhaus-Jubiläum

Neues Fenster: Bild -  - vergrößern Bauhausensemble Bernau © Eberle & Eisfeld

Kulturministerin Martina Münch würdigt anlässlich des heute in der ehemaligen ADGB-Bundesschule in Bernau (Landkreis Barnim) eröffneten 27. Denkmaltages das vielfältige Engagement für den Erhalt von Denkmalen im Land und wirbt anlässlich des offiziell gestarteten Bauhaus-Jubiläums für das Brandenburger Programm zum Jubiläumsjahr. „Zahlreiche Vereine, Förderkreise und Privatpersonen setzen sich mit hohem Engagement und großer Leidenschaft für den Erhalt historischer Bausubstanz ein. Um dieses Engagement besser zu unterstützen, hat das Land seine Förderung im Rahmen der Denkmalhilfe zur Sicherung und Restaurierung von Denkmalen in diesem Jahr um 500.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro erhöht“, so Münch. „Ich freue mich, dass der diesjährige Denkmaltag auch der offizielle Auftakt für das Brandenburger Programm zum Bauhaus-Jahr ist. Das Bauhaus revolutionierte als ‘Hochschule für Gestaltung‘ zwischen 1919 und 1933 die architektonischen und ästhetischen Auffassungen zu Architektur, Gestaltung und Stadtplanung und prägte im 20. Jahrhundert weit über Deutschland hinaus die Bewegung der Moderne. Brandenburg ist Bauhaus-Land und es gibt eine ganze Reihe bedeutender und sehenswerter Bauhaus-Stätten und hochkarätiger Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zu erleben. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die 1930 fertiggestellte Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau, die seit 2017 Welterbe-Stätte ist. Weitere hochkarätige und spannende Bauhaus-Projekte finden unter anderem in Cottbus, in Eisenhüttenstadt und Potsdam statt.

Deutschland begeht 2019 den 100. Jahrestag der Bauhaus-Gründung als einer der bedeutendsten kulturellen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1919 in Weimar gegründet, 1925 nach Dessau umgezogen und schließlich 1933 in Berlin unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen, hat das Bauhaus deutschland- und weltweit Spuren hinterlassen. Das Bauhaus war eine lebendige Ideenschule und ein Experimentierfeld auf den Gebieten der Architektur, der Stadtplanung, der freien und angewandten Kunst, der Gestaltung und der Pädagogik.

Im ‘Bauhaus Verbund 2019‘ haben sich die drei Bauhaus-Institutionen in Berlin, Dessau und Weimar, die Bundeskulturbeauftragte, die Kulturstiftung des Bundes sowie elf Bundesländer, darunter Brandenburg, zusammengeschlossen, um das 100. Jubiläum unter dem Motto ‘Die Welt neu denken‘ gemeinsam zu begehen. In Brandenburg beteiligen sich eine Reihe von Einrichtungen und Institutionen am Jubiläumsjahr und laden dazu ein, sowohl die historischen Zeugnisse des Bauhauses als auch seine Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft neu zu entdecken.

Ausgewählte Projekte zum Bauhaus-Jahr im Land Brandenburg:

  • Die Sonderschau ‘Alltag formen! Bauhaus-Moderne in der DDR‘ des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt geht anhand von Alltagsgegenständen den Wechselbeziehungen von politischen Entwicklungen in der DDR und der Bewertung der Bauhaus-Moderne nach. Die Ausstellung sowie zahlreiche Begleit-Veranstaltungen laufen vom 07. April 2019 bis 05. Januar 2020.
  • Die Einflüsse des Bauhauses auf den Tanz greift die fabrik Potsdam, das internationale Zentrum für Tanz und Bewegungskunst, im Rahmen der Potsdamer Tanztage 2019 auf. Am 14. und 15. Mai wird das Triadische Ballett zu erleben sein.
  • Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst wird in seinem Ausstellungsprojekt ‘Unbekannte Moderne 2019‘ auf Spurensuche zum Bauhaus in der Architektur, im Industriedesign, im Handwerk, in der Malerei und in der Fotografie gehen. Die Ausstellungen in Cottbus und Frankfurt (Oder) werden vom 26. Oktober 2019 bis zum 12. Januar 2020 zu sehen sein.
  • Das Land Brandenburg beteiligt sich mit ausgewählten Orten an der bundesweiten ‘Grand Tour der Moderne‘, darunter mit der ehemaligen Gewerkschaftsschule in Bernau, dem Wohlfahrtsforum der AOK in Brandenburg an der Havel, dem Einsteinhaus in Caputh, dem Dieselkraftwerk in Cottbus, dem Wohnkomplex 1-3 in Eisenhüttenstadt, dem Musikheim in Frankfurt (Oder), der Hutfabrik in Luckenwalde und dem Einsteinturm in Potsdam.

Das Kulturministerium unterstützt Projekte zum Bauhaus-Jahr sowie die Bauhaus-Geschäftsstelle mit insgesamt mehr als 200.000 Euro.

Der diesjährige Denkmaltag des Landes Brandenburg unter dem Motto ‘Betagte Moderne? Erhaltung und Entwicklung einer Zeitschicht‘ wird vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum in Zusammenarbeit mit dem Verein Baudenkmal Bundesschule Bernau veranstaltet. Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten über denkmalpflegerische Fragen der Erhaltung von Bauten der Moderne. Der Denkmaltag wurde 1992 vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege ins Leben gerufen, um aktuelle Denkmalfragen mit allen am Denkmalschutz beteiligten Partnern und Institutionen sowie Interessierten zu diskutieren.

Weitere Informationen: 

www.bauhaus100.de

www.bldam-brandenburg.de

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