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08.05.201974. Jahrestag der Befreiung von der NS-Diktatur

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Wissenschafts- und Kulturministerin Martina Münch erinnert an das Kriegsende vor 74 Jahren: „Der 8. Mai steht für die Befreiung Deutschlands und Europas von der menschenverachtenden NS-Diktatur mit Millionen von Opfern. Daran zu erinnern und das Geschehene aufzuarbeiten, ist und bleibt unsere Pflicht. In den zahlreichen brandenburgischen Gedenkstätten – wie beispielsweise in Sachsenhausen, Ravensbrück oder auch im Belower Wald und in Jamlitz – wird man konkret und unmittelbar an individuelle Schicksale und unzähliges Leid erinnert und kann sich mit den fürchterlichen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinandersetzen“, so Münch. „Vor dem Hintergrund der immer weniger werdenden Zeitzeugen und einer sich durch Zuzug und Digitalisierung verändernden Gesellschaft müssen zeitgemäße Vermittlungsformate und neue Zugänge zu diesen wichtigen Themen entwickelt werden. Gerade junge Menschen sollen für die Mechanismen eines Unrechtssystems sensibilisiert werden – und damit auch für die Notwendigkeit, rechtsradikalen, rassistischen und antisemitischen Stimmungen bereits früh entschlossen entgegenzutreten. Die Erinnerung an das schreckliche Geschehen in Deutschland während des NS-Regimes verpflichtet heute und in Zukunft zu einem entschlossenen Eintreten für Menschlichkeit, Toleranz, Demokratie, Pluralismus und Freiheit. Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Zunahme von Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gilt es dafür mit aller Entschlossenheit und Kraft zu kämpfen.“

Der 8. Mai ist im Land Brandenburg seit 2015 per Gesetz als Gedenktag festgeschrieben. Die 1993 gegründete Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten betreut die Gedenkorte in den früheren Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück, die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel und im ehemaligen Zuchthaus Brandenburg-Görden sowie die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald als Außenstelle von Sachsenhausen. Außerdem verwaltet sie treuhänderisch die Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam. Das Land Brandenburg fördert die Arbeit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in diesem Jahr mit rund 3,7 Millionen Euro, weitere rund 500.000 Euro stehen für die Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam bereit.

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