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04.04.2019‘Am größten und genialsten ist er wohl in seinen Skizzen‘

Neues Fenster: Bild - Schloss Branitz - vergrößern ©K. Daate, 2005

Kulturministerin Martina Münch hat heute in Branitz die Sonderausstellung ‘Am größten und genialsten ist er wohl in seinen Skizzen – Theodor Fontane und Carl Blechen’ eröffnet und als gelungenen Beitrag zum Jubiläumsjahr ‘fontane.200‘ gewürdigt. „Die Sonderausstellung bietet spannende Einblicke in das Verhältnis zwischen dem ‘realistischen‘ Schriftsteller Theodor Fontane und dem ‘romantischen‘ Landschaftsmaler Carl Blechen. Die zwei großen märkischen Künstler sind sich zwar nie begegnet, aber Fontane hat sich bei der Erarbeitung seiner ‘Wanderungen‘ intensiv mit den Gemälden und Zeichnungen Blechens beschäftigt. Damit passt die Ausstellung perfekt in dieses Jubiläumsjahr, in dem es darum geht, den märkischen Schriftsteller in neuen Kontexten zu erleben und zu entdecken“, so Münch. „Der 1819 in Neuruppin geborene Theodor Fontane ist einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller und trägt mit seinem Werk bis heute wesentlich zur Identitätsbildung im Land Brandenburg bei. Bei den Jubiläumsveranstaltungen zu seinem 200. Geburtstag wird nicht nur seine Person gewürdigt, sondern auch ein Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit geworfen und sein Werk im Spiegel des 21. Jahrhunderts neu entdeckt und reflektiert.“

Die Sonderausstellung ‘Am größten und genialsten ist er wohl in seinen Skizzen – Theodor Fontane und Carl Blechen’ geht der Verbindung des Schriftstellers Theodor Fontane und des Malers Carl Blechen nach. Fontane setzte sich bei Erarbeitung seiner ’Wanderungen durch die Mark Brandenburg‘ intensiv mit dem Brandenburger Vertreter der romantischen Landschaftsmalerei auseinander. Die Ausstellung wird von der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz organisiert und ist bis zum 31. Oktober 2019 im Besucherzentrum von Park und Schloss Branitz zu sehen.

Theodor Fontane, geboren 1819 in Neuruppin und gestorben 1898 in Berlin, zählt zu den wichtigsten Vertretern des literarischen Realismus. Mit seinen Werken wie ‘Effi Briest‘, ‘Der Stechlin‘ und ‘Irrungen, Wirrungen‘ spiegelte er hintergründig die preußische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Wie kein anderer Autor hat er die Identität Brandenburgs geprägt und das Bild der Region weit über deren Grenzen hinaus vermittelt, insbesondere mit seinen ‘Wanderungen durch die Mark Brandenburg‘. Neben den bekannten Romanen, Novellen und Gedichten gehören auch Reise- und Kriegsberichte, Reportagen, Literaturrezensionen sowie Kunst- und Theaterkritiken zum umfangreichen Schaffen Fontanes.

Unter dem Titel ‘fontane.200‘ präsentieren in diesem Jahr zahlreiche Programmpartner aus Kultur, Bildung und Wissenschaft im ganzen Land ein breit gefächertes Programm mit mehr als 400 Veranstaltungen zum 200. Geburtstag des Dichters und Schriftstellers. Im Zentrum des Jubiläumsjahres steht die Fontanestadt Neuruppin mit einer großen Leitausstellung im Museum Neuruppin, den Fontane Festspielen, interaktiven Jugendprojekten, einem Bildungs- und Vermittlungsprogramm für Brandenburger Schulen sowie einem umfangreichen Rahmenprogramm. Zu den weiteren Höhepunkten gehören eine Sonderausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam, die Einblicke in Fontanes Reisen und Schreiben gibt, das Themenjahr von Kulturland Brandenburg mit mehr als 40 Projektpartnern sowie ein internationaler wissenschaftlicher Kongress des Theodor-Fontane-Archivs zur Bedeutung der Medien für Fontanes Werk. Mit dem erstmals gemeinsam vergebenen und mit 40.000 Euro dotierten Fontane-Literaturpreis wollen das Land Brandenburg und die Fontanestadt Neuruppin herausragende literarische Leistungen würdigen. Das Programm zum Jubiläum wurde offiziell am 30. März in Neuruppin eröffnet und dauert bis zu Fontanes Geburtstag am 30. Dezember 2019. Das Land unterstützt das Fontane-Jahr mit insgesamt rund 1,87 Millionen Euro.

Weitere Informationen: 

www.fontane-200.de

www.pueckler-museum.eu

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