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27.03.2019Planungssicherheit für Brandenburgische Technische Universität

Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch und Prof. Christiane Hipp, amtierende Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, haben heute in Potsdam den Hochschulvertrag für die BTU unterzeichnet. Auf der Basis der Ende 2017 im Landtag beschlossenen Hochschulrahmenvereinbarung wurden in Einzel-Verträgen die Rahmenbedingungen für jede staatliche Hochschule im Land mit Verpflichtungen, Entwicklungszielen, Vorhaben und Finanzierungen vereinbart. Dafür stellt das Land von 2019 bis 2023 insgesamt rund 1,76 Milliarden Euro bereit – 200 Millionen Euro mehr als in der abgelaufenen Vertragsphase von 2014 bis 2018. Bereits in der vergangenen Woche wurden die Hochschulverträge mit den anderen sieben Einrichtungen unterschrieben. Die Unterzeichnung mit der BTU Cottbus-Senftenberg musste aus Termingründen nachgeholt werden.

Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch: „Wissenschaft und Forschung brauchen gute Rahmenbedingungen und langfristige Planungssicherheit – ich freue mich, dass wir jetzt auch mit der BTU den Hochschulvertrag unterzeichnen konnten. Mit den Verträgen stellen wir wichtige Weichen für die weitere Profilierung der Hochschulen und die weitere positive Entwicklung unserer Wissenschaftslandschaft. Dazu zählen unter anderem eine Erhöhung der Attraktivität des Studiums, eine verbesserte Nachwuchsförderung, die Intensivierung der Forschung, das Vorantreiben des Wissens- und Technologietransfers und der Digitalisierung aber auch die Verstärkung der Lehrerbildung und Ausbau der Präsenz der Hochschulen im Land. Zur Weiterentwicklung der Profile sowie zur Umsetzung der Vereinbarungen erhalten die Hochschulen von 2019 bis Ende 2023 knapp 1,8 Milliarden Euro vom Land – so viel wie noch nie. Mit den Verträgen setzen wir die erfolgreiche Entwicklung der Hochschulen in unserem Land fort. Sie befördern Forschung und Innovation, sichern den Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften und tragen zur dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung des ganzen Landes bei.“

Mit der Rahmenvereinbarung und den Hochschulverträgen werden auch hochschulübergreifend Akzente und Schwerpunkte gesetzt. Dazu zählen folgende Punkte:

  • Die Hochschulen verpflichten sich, die Attraktivität des Studiums in Brandenburg zu erhöhen, die Studierendenzahlen zu stabilisieren und die Abbruchquoten zu senken.
  • In der Forschung stärken die Hochschulen die gemeinsame Forschung mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Fachhochschulen stärken ebenfalls ihre Forschung und kooperieren enger mit der gewerblichen Wirtschaft.
  • In der wissenschaftlichen Weiterbildung sollen die Angebote ausgebaut werden und neuen Zielgruppen flexible und bedarfsgerechte Möglichkeiten zur Qualifizierung bieten.
  • Für die Präsenzstellen der Hochschulen in den Regionalen Wachstumskernen stellt das Land im Rahmen der Stärkung des Wissens- und Technologietransfers von 2019 bis 2023 rund 12 Millionen Euro bereit.
  • Der Ausbau der Lehrerbildung wird in den kommenden fünf Jahren mit zusätzlich rund 50 Millionen Euro vom Land gefördert.
  • Die dualen Studienangebote mit der Verknüpfung akademischer und beruflicher Qualifizierung zur Sicherung des gezielten Fachkräftebedarfs in den Regionen werden weiter aufgestockt.
  • Zum Thema Digitalisierung werden Vereinbarungen für die Bereiche Lehre, Forschung und Transfer getroffen.
  • Die Hochschulverträge garantieren eine Stärkung der Fachhochschulen bei der Verbesserung der Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs.
  • Zur Förderung guter Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbereich wird unter anderem eine weitere Reduzierung der Anzahl befristeter Arbeitsverhältnisse angestrebt.
  • Das Ministerium hat gemeinsam mit den Hochschulen im Rahmen der Verträge ein einheitliches Vorgehen für den Aufbau eines umfassenden Diskriminierungsschutzes an den Hochschulen des Landes beschlossen.
  • Die Hochschulen und das Land arbeiten gemeinsam daran, die Grundlagen für den freien Zugang zu öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Erkenntnissen weiter zu verbessern.

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