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05.03.2019Wiepersdorf goes Potsdam

Neues Fenster: Bild - Schloss Wiepersdorf - vergrößern Schloss Wiepersdorf

Kulturministerin Martina Münch hat heute die Ausstellung ‘Landpartie‘ mit Malereien, Collagen und Grafiken der Wiepersdorf-Stipendiaten und -Stipendiaten 2018 der Sparte Bildende Kunst im Kulturministerium eröffnet. „Das Künstlerhaus Wiepersdorf ist mit seiner Kunst- und Kultur-Geschichte, die von der Romantik bis in die Gegenwart reicht, ein besonderer Ort – mit einer Strahlkraft, die weit über Brandenburg hinausreicht. Das belegen auch die Künstlerinnen und Künstler, die seit Jahren aus der ganzen Welt nach Brandenburg kommen, um in der Abgeschiedenheit und kreativen Atmosphäre von Wiepersdorf an ihren Werken zu arbeiten und sich miteinander auszutauschen. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit der Stadt Potsdam und dem T-Werk erstmals Wiepersdorf-Stipendiatinnen und -Stipendiaten aus ganz Deutschland in Potsdam präsentieren können. Sowohl die Ausstellung und Lesung als auch die diesjährige Vergabe von zehn Wiepersdorfer ‘Exil-Stipendien‘ markieren wichtige Zwischenschritte in diesem Jahr bei der Weiterentwicklung des Künstlerhauses“, so Münch. „Ich freue mich, dass wir das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf wegen seiner herausragenden Kultur-Tradition und seiner besonderen kulturpolitischen Funktion als eines von nur drei Künstlerhäusern in Ostdeutschland im Rahmen einer finanziell und strukturell abgesicherten Landesstiftung erhalten und weiterentwickeln können. Wiepersdorf war und ist ein Ort der Kunst, der Kultur und der Begegnungen – und wird es auch bleiben.“

In der Ausstellung ‘Landpartie‘ zeigen insgesamt elf Künstlerinnen und Künstler ihre Werke: Ingo Fröhlich, Sven Gatter, Marianne Gielen, Rieke Köster, Anna Kautenburger, Reinhard Krehl, Ludwig Kupfer, Sibylle Prange, Catrin Raber, Ludwig Schmidt­peter und Ulrike Seyboth. Musikalisch wurde die Vernissage von Martin Wistinghausen, Wiepersdorf-Stipendiat der Sparte Musik aus dem Vorjahr, begleitet. Im Anschluss an die Vernissage werden die Wiepersdorf-Stipendiatinnen der Sparte Literatur Ulrike Anna Bleier, Christine Anlauff, Isabel Fargo Cole, Bettina Gärtner, Rina Schmeller, Alexa Karina Schöne, Hannah Zufall und Judith Zander sowie der litauische Autor und Wiepersdorf-Stipendiat Laurynas Katkus im T-Werk in Potsdam aus ihren Werken lesen. Die Ausstellung ist bis zum 03. Mai 2019, montags bis freitags, von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr, geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Das Schloss Wiepersdorf hat als ehemaliger Wohnsitz von Ludwig Achim und Bettina von Arnim eine lange Tradition als Ort des geistigen Austausches. Nach 1946 wurde Schloss Wiepersdorf in der DDR als Arbeits- und Erholungsstätte für Schriftsteller und Künstler genutzt. Namhafte Schriftsteller waren hier zu Gast, unter ihnen Anna Seghers, Christa Wolf und Arnold Zweig. Im Jahr 1992 erfolgte die Wiedereröffnung als Künstlerhaus Wiepersdorf der Stiftung Kulturfonds. Von 2006 bis 2018 betrieb die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Unterstützung des Landes Brandenburg und des Bundes Schloss Wiepersdorf als Künstlerhaus. Im ‘Bettina- und Achim von Arnim-Museum‘ wird an das Dichterpaar aus der Romantik erinnert und die Geschichte des Hauses dokumentiert. Das Künstlerhaus wird derzeit bis Ende des Jahres renoviert

Ab dem kommenden Jahr soll das Künstlerhaus im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Landesstiftung als ‘Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf‘ wieder als Stipendiatenhaus für mehrmonatige Arbeitsaufenthalte von Künstlerinnen und Künstlern aller Disziplinen aus dem In- und Ausland geöffnet werden. Die Gründungsbeauftragte Annette Rupp erstellt dafür im Auftrag des Landes ein Konzept und das Kulturministerium bereitet einen Gesetzentwurf vor. Für den Betrieb des Künstlerhauses stellt das Land ab 2020 jährlich rund 720.000 Euro bereit.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur zeigt regelmäßig Ausstellungen in seinen Räumen. Zuletzt waren die Ausstellungen ‘Hans-Otto Gehrcke – Maler und Segler‘ mit Werken aus dem Nachlass des Fercher Malers, ‘Schattenrisse‘ der Grüneberger Fotokünstlerin Kathrin Karras sowie  ‘Strodisign‘ mit textilen Objekten des Vereins ‘landmade.Kulturversorgungs­raum‘ aus dem havelländischen Strodehne zu sehen.

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