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26.02.2019Rund 440.000 Euro für Piccolo-Theater

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Kulturministerin Martina Münch hat heute am Rande der ‘Kabinettsitzung vor Ort‘ in Cottbus einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 440.500 Euro für 2019 an das Piccolo-Theater überreicht und dabei die Arbeit der Einrichtung gewürdigt. „Das Piccolo-Theater ist das größte Kinder- und Jugendtheater im Land Brandenburg. Mit diesem einmaligen und attraktiven künstlerischen Profil, seinen ambitionierten Aufführungen sowie seinen engagierten Projekten kultureller Bildung spielt es eine zentrale Rolle im Kulturleben der Lausitz und gehört zu den herausgehobenen Theatern des Landes. Ich freue mich, dass wir das Piccolo-Theater im Rahmen des neuen Theater- und Orchesterrahmenvertrages finanziell absichern und gleichzeitig die Stadt Cottbus entlasten können“, so Ministerin Münch. „Mit dem bundesweit einmaligen neuen Finanzierungsschlüssel erhalten die Theater und Orchester erstmalig langfristig Planungssicherheit. Zudem haben wir finanzielle Vorsorge für zu erwartende tarifbedingte Mehrbedarfe und eine beständige Erhöhung der Sachausgaben getroffen. Damit stabilisieren und stärken wir die Theater- und Orchesterlandschaft in Brandenburg und entlasten die Kommunen nachhaltig. Die Theater und Orchester – und dabei auch und gerade das Piccolo-Theater – sind Impulsgeber für das kulturelle Leben, ermöglichen mit innovativen Projekten kulturelle Teilhabe und befördern wichtige gesellschaftliche Diskurse. Sie stehen damit exemplarisch für unsere offene Gesellschaft, das freie Wort und die Freiheit der Kunst.“

Das Piccolo-Theater erhält in diesem Jahr 440.500 Euro vom Land – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (2018: 170.000 Euro). Insgesamt steigen damit die Zuschüsse vom Land und von der Stadt sowie aus dem Finanzausgleichsgesetz für das Theater von 795.000 Euro im Jahr 2018 auf rund 1 Million Euro in diesem Jahr an. Die Finanzierung des Piccolo-Theaters erfolgt auf der Grundlage des in der vergangenen Woche unterzeichneten Theater- und Orchesterrahmenvertrages. Im Rahmen des Vertrages hat das Land seine Finanzierung der herausgehobenen Theater und Orchester des Landes neu und verbindlich geregelt. Demnach trägt das Land ab diesem Jahr 50 Prozent der Finanzierung, 30 Prozent kommen aus der Theater-und Orchesterpauschale des Finanzausgleichsgesetzes. Auf die Kommunen entfällt damit nur noch ein Anteil von 20 Prozent. Die Finanzierungsumstellung betrifft – neben dem Piccolo-Theater Cottbus – auch die Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder), das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt und das Kleist Forum in Frankfurt (Oder), das Brandenburger Theater (und die Brandenburger Symphoniker), die neue Bühne Senftenberg sowie die Uckermärkischen Bühnen Schwedt. Die Einrichtungen erhalten vom Land in diesem Jahr rund 28 Millionen Euro, 7 Millionen Euro mehr als bisher. In den kommenden Jahren steigen die Landesmittel weiter an.

Das 1991 in Cottbus gegründete Piccolo-Theater ist ein Theater für Kinder und Jugendliche. Seit dem Jahr 1997 wird es privat geführt und von der Stadt Cottbus sowie dem Land Brandenburg unterstützt. Es inszeniert mit seinem Ensemble eigene Schauspiel-Stücke für Schulklassen, Horte, Kindergärten und Jugendgruppen und bietet zahlreiche Musik-, Tanz- und Theaterpädagogik-Projekte sowie Workshops an. Zum Theater gehört auch eine Puppenbühne.

Die Landesregierung macht im Rahmen des im vergangenen Jahres gestarteten Formates ‘Kabinett vor Ort‘ in allen 18 Landkreisen und kreisfreien Städten Station, um mit Landräten und Oberbürgermeistern über aktuelle Herausforderungen zu sprechen. In den heutigen Beratungen zwischen der Landesregierung und der kreisfreien Stadt Cottbus ging es unter anderem um die Strukturentwicklung in der Lausitz, bei der die Brandenburgische Technische Universität  Cottbus-Senftenberg und die außeruniversitäre Forschung vor Ort eine wichtige Rolle spielen. Das nächste ‘Kabinett vor Ort‘-Treffen findet am 12. März im Landkreis Märkisch-Oderland statt.

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