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01.02.2019Neuer SPSG-Chef startet am 7. Februar

Neues Fenster: Bild - Christoph Martin Vogtherr - vergrößern ©Oliver Mark

Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch hat heute im Rahmen einer Pressekonferenz auf Einladung der Landespressekonferenz Brandenburg in Potsdam den neuen Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Christoph Martin Vogtherr, präsentiert. Er tritt als Nachfolger von Hartmut Dorgerloh am
7. Februar 2019 offiziell sein Amt an.

Kulturministerin Martina Münch: „Ich freue mich, dass die Spitze der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg wieder besetzt ist: Mit Prof. Christoph Martin Vogtherr übernimmt eine exzellent qualifizierte Persönlichkeit die wichtige Position des Generaldirektors. Die SPSG genießt als eine der bedeutendsten Kulturinstitutionen der Hauptstadtregion weltweit Anerkennung und Aufmerksamkeit – ich bin davon überzeugt, dass Christoph Martin Vogtherr mit seiner umfassenden Erfahrung im Kultur-Management und seiner internationalen Vernetzung diese Entwicklung fortführen und eigene Akzente setzen wird“, so Münch. „Das Weltkulturerbe der preußischen Schlösser und Gärten vereint holländische, französische, englische, russische und italienische Einflüsse in einer einzigartigen Kulturlandschaft. Damit sind die preußischen Schlösser und Gärten ein herausragendes Beispiel für die grenzüberschreitenden kulturellen Verbindungen und Verflechtungen, die Europa jahrhundertlang geprägt haben und an die wir mit dem gerade zu Ende gegangenen Europäischen Kulturerbejahr erinnert haben. Um dieses Kulturerbe dauerhaft zu sichern und zu entwickeln, haben wir – gemeinsam mit dem Bund und Berlin – seit Gründung der SPSG mehr als 400 Millionen Euro in die Erhaltung der Museumsschlösser, Sammlungen und Gärten sowie weiterer Anlagen investiert. Ich freue mich, dass wir mit der im Jahr 2017 verabredeten Neuauflage des Sonderinvestionsprogramms bis 2030 weitere 400 Millionen Euro dafür zur Verfügung stellen können.“

Berlins Staatssekretär für Kultur, Torsten Wöhlert: „Prof. Christoph Vogtherr steht als neuer Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten vor großen Aufgaben und Herausforderungen: Eine so bedeutende und weltweit anerkannte Stiftung mit ihrem einzigartigen Weltkulturerbe muss so geführt werden, dass sie den Bestand schützt und sichert, die Anforderungen an das 21. Jahrhundert aber nicht verschläft. Seine berufliche Erfahrung, unter anderem in London und Hamburg, geben ihm das nötige Rüstzeug mit. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Mit Prof. Christoph Vogtherr tritt ein hochqualifizierter Kulturmanager sein Amt als neuer Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) an. Auf seinen beruflichen Stationen – als Sammlungskustos bei der SPSG, als Direktor bei der Londoner Wallace Collection und zuletzt der Hamburger Kunsthalle – hat er bewiesen, dass er bestens vertraut ist mit den Anforderungen, die an eine moderne besucherorientierte Kultureinrichtung gestellt werden. Außerdem ist er als Kunsthistoriker ein profunder Kenner der ehemals preußischen Gemäldesammlungen. Mit Christoph Vogtherr ist die SPSG an ihrer Spitze für die Herausforderungen der Zukunft nun bestens aufgestellt.“

SPSG-Generaldirektor Christoph Martin Vogtherr: „Die preußischen Schlösser, Gärten und Sammlungen sind ein europäisches Kulturerbe von großer Schönheit und Bedeutung. Ich freue mich sehr auf die Arbeit für die Stiftung. Dank der Hilfe des Bundes sowie der Länder Brandenburg und Berlin kann sie das ambitionierte Sanierungs- und Restaurierungsprogramm zur Bewahrung dieses Erbes fortsetzen. Parallel dazu wird die Stiftung die Öffnung für ein lokales, überregionales und internationales Publikum weiter vorantreiben und neue Wege entwickeln, preußische Geschichte im internationalen Kontext darzustellen und entsprechend zu vermitteln.“

Prof. Christoph Martin Vogtherr, Jahrgang 1965, studierte Kunstgeschichte, Mittelalterliche Geschichte und Archäologie in Berlin, Cambridge und Heidelberg. Von 1998 bis 2007 war er Gemäldekustos in der SPSG, bevor er zur Londoner Wallace Collection wechselte, deren Direktor er von 2011 bis 2016 war. Seit 2016 ist er Direktor der Hamburger Kunsthalle.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) wird gemeinsam vom Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg finanziert. Sie erhält zurzeit jährlich knapp 41 Millionen Euro, darunter rund 17,3 Millionen Euro vom Bund, rund 9,2 Millionen Euro von Berlin sowie rund 14,5 Millionen Euro vom Land Brandenburg. Weitere Mittel erhält die Stiftung über ein Investitionsprogramm der drei Länder. Über das erste Sonderinvestitionsprogramm sind seit 2008 mehr als 155 Millionen Euro in Investitionsmaßnahmen wie die Sanierung des Neuen Palais oder Neubauvorhaben wie das Wissenschafts- und Restaurierungszentrum sowie das Zentraldepot geflossen. Für die Fortsetzung des Sonderinvestitionsprogramms stehen bis 2030 weitere 400 Millionen Euro bereit. Der Bund stellt für die Fortführung des Programms 200 Millionen Euro zur Verfügung, das Land Berlin 69 Millionen Euro und das Land Brandenburg 131 Millionen Euro. Prof. Hartmut Dorgerloh leitete die SPSG von August 2002 bis Mai 2018. Er hat zum 01. Juni 2018 das Amt des Generalintendanten des Humboldt Forums im Berliner Schloss übernommen.

Vom 17. bis zum 20. Jahrhundert entstanden in den Residenzen der brandenburgisch-preußischen Herrscher Schloss- und Gartenanlagen, die internationale Berühmtheit erlangten. Die preußischen Schlösser und Gärten wurden nach 1918 bzw. nach 1945 verstaatlicht und als Museen zugänglich gemacht. Im Jahr 1990 wurde ein Teil der Schlösser und Gärten in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Der im Jahr 1995 per Staatsvertrag zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg errichteten Stiftung Preußische Schlösser und Gärten obliegt die Pflege, Restaurierung und wissenschaftliche Bearbeitung der Kunstsammlungen sowie der rund 300 baulichen Anlagen und der mehr als 750 Hektar Garten- und Parkflächen.

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