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08.01.2019Deutsch-polnische Schlösserlandschaften im Landtag

Neues Fenster: Bild - Landtag Brandenburg - vergrößern ©Ralf Hirschberger/dpa

Am heutigen Abend wurde im Brandenburger Landtag die Ausstellung ‘Schlösserlandschaften in der deutsch-polnischen Grenzregion‘ eröffnet. Die Präsentation zeigt Schlösser und Herrenhäuser sowie Parklandschaften beiderseits der Grenze in ihrem heutigen Zustand. Kulturministerin Martina Münch würdigte in ihrem Grußwort das polnisch-deutsche Gemeinschaftsprojekt und die Bedeutung des kulturellen Erbes für die Grenzregion: „Die historischen Schloss- und Parkanlagen sind als Zeugnisse der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte von unschätzbarem Wert. Bei der Restaurierung dieser Denkmale wurde bereits viel erreicht, es gibt aber noch viel zu tun. Ich freue mich daher sehr, dass Denkmalpfleger, Wissenschaftler und bürgerschaftlich engagierte Vereine aus Polen und Deutschland sich gemeinsam dieser wichtigen Aufgabe annehmen. Die Ausstellung ist ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit und unterstreicht, dass die Idee des gemeinsamen kulturellen Erbes über das gerade zu Ende gegangene Europäische Kulturerbejahr hinausreicht und auch in Zukunft Wirkung entfalten kann“, so Münch. „Das Land Brandenburg hat seine Anstrengungen für den Denkmalschutz erheblich ausgeweitet. Im vergangenen Jahr haben wir rund 36 Millionen Euro in die Sicherung, Sanierung und Restaurierung von Denkmalen investiert. Zu einer wahren Erfolgsgeschichte hat sich die Denkmalhilfe entwickelt, mit der dringliche, Restaurierungs- und Sanierungsvorhaben unterstützt werden. Die Mittel dafür steigen in diesem Jahr von bisher 1 Million auf 1,5 Millionen Euro an. Damit stärken wird den Denkmalschutz im Land Brandenburg weiter.“

Die Ausstellung ‘Schlösserlandschaften in der deutsch-polnischen Grenzregion‘ wurde heute von Landtagspräsidentin Britta Stark eröffnet. Neben ihr und Ministerin Münch sprach auch der Vizedirektor des polnischen Nationalen Instituts für Kulturelles Erbe, Mariusz Czuba. Der Brandenburger Landeskonservator Thomas Drachenberg führte in die Ausstellung ein. Die Ausstellung ist bis zum 28. März 2019 im Landtag zu sehen und kann von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Die Schlösser und Herrenhäuser in den Wojewodschaften Westpommern, Lebuser Land und Niederschlesien sowie in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern spiegeln eine Jahrhunderte alte gemeinsame Geschichte der heutigen polnisch-deutschen Grenzregion wider. In den 45 Farbfotos und Texten zu den Gebäuden zeigen sich die Umbrüche des 20. Jahrhunderts. Die bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs meist im Privatbesitz befindlichen Anlagen wurden durch den Krieg und seine Folgen und danach durch Verstaatlichung und Umnutzung stark in Mitleidenschaft gezogen. Die sich zur Entwicklung dieses baukulturellen Erbes seit 2014 regelmäßig treffenden polnischen und deutschen Expertinnen und Experten aus staatlichen Denkmalfachämtern und Ministerien bescheinigen zahlreichen Schlössern und Herrenhäusern heute eine denkmalfachlich gelungene oder denkmalverträgliche Nutzung. Andere Schlössern und Herrenhäuser wurden bereits erfolgreich gesichert, einige sind in ihrem Bestehen noch stark gefährdet.

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