03.12.2018Fünf Jahre School of Jewish Theology an der Uni Potsdam

Neues Fenster: Bild - Martina Münch - vergrößern ©Die Hoffotografen GmbH

Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute anlässlich einer Festveranstaltung der School of Jewish Theology an der Universität Potsdam zum fünfjährigen Bestehen gratuliert. „Die Entwicklung der School of Jewish Theology an der Universität Potsdam ist eine Erfolgsgeschichte. Mit ihrer Gründung wurde erstmals eine jüdisch-theologische Ausbildung an einer deutschen Universität verankert. Die wissenschaftlich-theologische Arbeit des Instituts erhält nicht nur international Aufmerksamkeit – das Institut prägt auch das jüdische Geistesleben und den interreligiösen Dialog in Brandenburg und Deutschland. Ich freue mich, dass die Jüdische Theologie im kommenden Jahr ein eigenes Gebäude auf dem Campus der Universität Potsdam am Neuen Palais bezieht – damit wird sie als Ort des akademischen Diskurses und Impulsgeber für jüdisches Leben künftig noch sichtbarer“, so Münch. „Das Land Brandenburg unterstützt seit Anfang der 1990er Jahre das Wiederentstehen und die Stärkung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in unserer Region. Mit Erfolg: Mittlerweile gibt es wieder zehn jüdische Gemeinden in sieben Kommunen, die für blühendes jüdisches Leben im Land stehen. Das ist 80 Jahre nach der Pogromnacht vom 09. November 1938 und dem Beginn der systematischen Zerstörung und Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland ein wichtiges Zeichen für neu entstandenes vielfältiges und aktives jüdisches Leben in der Landeshauptstadt und im Land Brandenburg. Angesichts einer deutlichen Zunahme antisemitischer Vorfälle und Ausschreitungen in den vergangenen Monaten ist es wichtiger denn je, deutlich zu machen, dass Juden im Land Brandenburg willkommen sind und hier einen Platz und eine Heimat haben“

Seit 2012 gibt es das Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, in dem Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen zusammenarbeiten. Im Jahr 2013 wurde die School of Jewish Theology an der Universität Potsdam eingerichtet. Um eine bekenntnisgebundene Besetzung der Professuren zu ermöglichen, wurde das Landeshochschulgesetz geändert. Seither können Frauen und Männer das Rabbiner- bzw. das Kantorenstudium an der Universität Potsdam sowie am Abraham Geiger Kolleg und am Zacharias Frankel College absolvieren. Derzeit sind rund 160 Studierende an der School of Jewish Theology eingeschrieben, 24 von ihnen streben ein Rabbinat oder Kantorat an.

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