01.12.2018Sergey Parajanov in Potsdam

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Brandenburgs Kultur- und Wissenschaftsministerin Martina Münch und der armenische Botschafter Ashot Smbatyan haben heute im Filmmuseum Potsdam die Ausstellung ‘Sergey Parajanov – Kunst ohne Grenzen‘ über Leben und Werk des sowjetisch-armenischen Regisseurs, Malers und Bildhauers eröffnet. Ministerin Martina Münch würdigte anlässlich der Eröffnung das Werk Parajanovs und die armenisch-brandenburgischen Beziehungen. „Die Filme von Sergey Parajanov zählen zu den bildmächtigsten und poetischsten der Filmgeschichte. Neben seiner filmischen Arbeit schuf er auch als Maler und Bildhauer beeindruckende Werke. Ich freue mich, dass das Filmmuseum mit seiner Ausstellung auch den Bildenden Künstler Sergey Parajanov erstmals in Deutschland präsentiert. Die Schau ist ein schönes Zeichen für die in den vergangenen Jahren gewachsenen Kontakte zwischen der Republik Armenien und dem Land Brandenburg in den Bereichen Kultur und Wissenschaft. Für diese enge Verbindung steht auch das Lepsiushaus in Potsdam. Die in Deutschland und Europa einmalige Forschungsstätte erinnert an den Menschenrechtler und Theologen Johannes Lepsius, der im Ersten Weltkrieg – entgegen der allgemeinen politischen Stimmung – die Öffentlichkeit über den Völkermord an den Armeniern aufklärte und aufrütteln wollte. Diesem Erbe fühlen wir uns als Land weiterhin verpflichtet.“

Der sowjetisch-armenische Regisseur Sergey Parajanov (1924-1990) wurde von Zeitgenossen wie Federico Fellini, Jean-Luc Godard oder Andrei Tarkovsky für seine Arbeiten bewundert – seine Filme unterlagen in der Sowjetunion jedoch der Zensur. Er selbst wurde mehrmals inhaftiert und später mit Arbeitsverbot belegt. Als Maler und Bildhauer ist Parajanov bislang weniger bekannt. Über 600 Zeichnungen, Gemälde und Assemblagen werden im Sergey Parajanov Museum im armenischen Jerewan aufbewahrt und ausgestellt. Die Ausstellung ist bis zum 06. Januar 2019 im Filmmuseum zu sehen. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer des Filmmuseums Potsdam organisiert.

Weitere Informationen: www.filmmuseum-potsdam.de

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