14.11.2018Landesstiftung für Kleist-Museum in Frankfurt (Oder)

Neues Fenster: Bild - Kleist Museum Frankfurt (Oder) - vergrößern ©Kleist-Museum

Kulturministerin Martina Münch begrüßt die heutige einstimmige Entscheidung des Brandenburger Landtags zum Gesetz über die Errichtung der Landesstiftung Kleist-Museum. Mit der neuen öffentlich-rechtlichen Stiftung übernimmt das Land eine erhebliche zusätzliche Verantwortung für die bedeutende Kultureinrichtung in Frankfurt (Oder). Das Kleist-Museum soll ab dem 01. Januar 2019 im Rahmen der Landesstiftung gesichert und weiter entwickelt werden. Dafür will das Land seine finanzielle Unterstützung für das Kleist-Museum ab dem kommenden Jahr von bislang 248.000 auf dann rund 500.000 Euro pro Jahr verdoppeln. Am kommenden Montag präsentiert Kulturministerin Münch gemeinsam mit der Stadt Frankfurt (Oder) und dem Kleist-Museum im Rahmen einer Pressekonferenz in Potsdam die konkreten Pläne zur Errichtung der Landesstiftung.

Kulturministerin Martina Münch verweist darauf, dass der 1777 in Frankfurt (Oder) geborene Heinrich von Kleist zu den bedeutsamsten Dramatikern und Schriftstellern aus Brandenburg gehört und ein wichtiger Teil der Kulturgeschichte des Landes ist. „Das weltweit einzige Museum über Heinrich von Kleist ist zugleich die größte Literaturgedenkstätte des Landes und ein kulturelles Aushängeschild Brandenburgs. Es verfügt über wertvolle Originaldokumente sowie eine einzigartige Kleist-Sammlung und leistet eine herausragende Arbeit in der Vermittlung von seinem Werk. Mit der Landesstiftung wollen wir die wissenschaftliche Arbeit und die öffentliche Wahrnehmung des Museums stärken, die Aktivitäten zur kulturellen Teilhabe ausbauen sowie innovative Projekte und Ausstellungen ermöglichen“, so Münch. „Mit der Gründung der Landesstiftung Kleist-Museum setzen wir unseren Weg fort, die herausragenden Kultureinrichtungen gemeinsam mit den Kommunen im Land zu sichern und weiterzuentwickeln sowie allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern Zugang zu attraktiven kulturellen Angeboten zu ermöglichen. Bereits im Juli 2017 haben wir das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst gegründet, im Herbst 2017 wurden die Landesbühnen gestartet und seit Januar 2018 kümmert sich die Landesstiftung Park und Schloss Branitz um das Pückler-Erbe. All diese Einrichtungen setzen in hervorragender Weise wichtige Aspekte unserer kulturpolitischen Strategie um: Kulturelle Teilhabe vor Ort, Bewahrung regionaler Identität und Stärkung des Kulturtourismus.“

Das Kleist-Museum bewahrt, sammelt, erschließt, erforscht und präsentiert Leben, Werk und Wirkung von Heinrich von Kleist. Es verfügt über eine umfangreiche Sammlung sowie eine Spezial- und Forschungsbibliothek mit etwa 10.000 Bänden. In den Jahren 1922/23 wurde im Geburtshaus des Dichters das erste Museum eingerichtet, 1937 wurde es in das Oderland-Museum integriert. Beide Gebäude brannten im April 1945 nieder. Nach Kriegsende wurde eine neue Sammlung aufgebaut, 1969 wurde die ‘Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte‘ eröffnet. Im Oktober 1995 wurde der Verein ‘Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte‘ gegründet, der seither Träger des Kleist-Museums ist. Im Museum finden regelmäßig Lesungen, Vorträge und literarisch-musikalische Veranstaltungen sowie die Kleistfesttage statt. Das Kleist-Museum ist als ‘kultureller Gedächtnisort von nationaler Bedeutung‘ im Blaubuch der Bundesregierung, einer Bestandsaufnahme national bedeutsamer Kultureinrichtungen der neuen Bundesländer, verzeichnet.

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