06.11.2018Katharinen-Kirche erhält 411.000 Euro für Orgel-Sanierung

Neues Fenster: Bild - Orgel - vergrößern ©Pixabay

Kultur- und Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute am Rande der ‘Kabinett vor Ort‘-Sitzung in Brandenburg an der Havel einen Förderbescheid an Pfarrer Jonas Börsel für die Restaurierung der Orgel in der Kirche Sankt Katharinen übergeben. Zuvor besuchte sie den Campus der Medizinischen Hochschule Brandenburg.

Kulturministerin Münch betonte anlässlich der Fördermittel-Übergabe den Stellenwert der Kirchen im Land. „Die Kirche Sankt Katharinen in Brandenburg an der Havel ist eines der größten und bedeutendsten Beispiele der norddeutschen Backsteingotik – sowohl sie als auch die anderen Kirchen im Land sind herausgehobene Orte des Glaubens und der Liturgie sowie bedeutende Zeugnisse der Kultur und Geschichte. Für viele Menschen sind sie – unabhängig von einer Religionszugehörigkeit – Teil regionaler Identität. Das Land fördert den Erhalt und die Sicherung von sakralen Gebäuden mit Mitteln der Denkmalhilfe sowie aus dem Staatskirchenvertrag. Damit geben wir Denkmalen Zukunft und bewahren wertvolles kulturelles Erbe für kommende Generationen. Mit den aktuellen Fördermitteln können wir die Orgel in der Kirche St. Katharinen sanieren und erweitern – und damit ein einmaliges Klangerlebnis schaffen.“

Wissenschaftsministerin Münch verwies bei ihrem Besuch des Brandenburger Campus auf die Bedeutung der Medizin-Hochschule. „Die Medizinische Hochschule Brandenburg und ihre praxisnahe Ausbildung können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die ärztliche Versorgung in unserem Land abzusichern. Das Konzept der MHB mit der engen Verknüpfung klinischer und theoretischer Studieninhalte ist durch seine Praxisnähe für die Studierenden sehr attraktiv. Ein Ziel ist es, dass die Absolventinnen und Absolventen sich entschließen, in Brandenburg als Ärzte zu arbeiten. Die MHB unterstützt zudem mit ihrem Engagement im Gesundheitscampus Brandenburg die erfolgreichen Anstrengungen des Landes zur Stärkung der Gesundheitsforschung.“

Die im Jahr 1401 geweihte evangelische Kirche Sankt Katharinen in Brandenburg an der Havel ist eine dreischiffige spätgotische Hallenkirche. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und von 1986 bis 1998 umfassend restauriert. Der Orgelbauer Joachim Wagner errichtete 1726 eine Orgel in der Kirche Sankt Katharinen. Das barocke Gehäuse zählt zu den schönsten in ganz Deutschland. Die Hauptorgel wurde zuletzt 1937 umgebaut und bedarf inzwischen einer umfassenden Restaurierung. Neben der Wiederherstellung wird die Hauptorgel auch durch ein zusätzliches Orgelwerk ergänzt: Das so genannte Auxiliar wird mit einem innovativen Verfahren so unter dem barocken Orgelgehäuse auf der Empore untergebracht, dass der denkmalgeschützte Charakter gewahrt bleibt. Das neue Auxiliar wird typisch romantische Klangfarben erhalten, die der bestehenden Orgel bislang fehlen. Die Fördermittel für die Sanierung und Erweiterung kommen aus dem ehemaligen Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der DDR. Anlässlich der Übergabe des Förderbescheides unterzeichnet die Gemeinde den Vertrag mit der Orgelbaufirma Alexander Schuke aus Potsdam zur Restaurierung der Orgel.

Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) ist eine Universität in kommunaler und gemeinnütziger Trägerschaft mit Campus-Standorten in Neuruppin und Brandenburg an der Havel. Sie wurde im Juli 2014 vom Wissenschaftsministerium staatlich anerkannt. Rund 300 Studierende studieren derzeit Humanmedizin oder Psychologie an der MHB. Sie ist zudem eine von drei Träger-Hochschulen der Gemeinsamen Gesundheitswissenschaftlichen Fakultät im Rahmen des Gesundheitscampus Brandenburg. Dieser soll als Forschungs- und Lehrverbund aus Universitäten, weiteren Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen die Gesundheitsforschung durch Forschungsverbünde und interdisziplinäre Zusammenarbeit stärken, die praxisnahe Aus- und Weiterbildung in Gesundheit und Pflege fördern und zukunftsweisende Modelle für die medizinische Versorgung entwickeln. Das Land stellt dafür bis 2019 mehr als zehn Millionen Euro bereit.

Die Landesregierung wird im Rahmen des Formates ‘Kabinett vor Ort‘ in den kommenden Monaten in allen 18 Landkreisen und kreisfreien Städten Station machen, um mit Landräten und Oberbürgermeistern über aktuelle Herausforderungen zu sprechen. Der Auftakt der Reihe war am 18. September im Landkreis Oder-Spree. In den heutigen Beratungen zwischen der Landesregierung und der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel ging es, neben Themen aus den Bereichen Wirtschaft und Infrastruktur, auch um die Perspektiven der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane. Das nächste ‘Kabinett vor Ort‘-Treffen findet am 27. November im Landkreis Barnim statt.

PM als pdf

Auswahl

Jahr
Rubrik


Zum Pressesprecher

Pressesprecher:
Stephan Breiding
Tel.: 0331 / 866 4566
Mobil: 0171 / 837 559 2
stephan.breiding@mwfk.brandenburg.de