17.10.2018Kreissorbenbeauftragte sind wichtige Stimme der Sorben

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Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil hat als Beauftragte für Angelegenheiten der Sorben/Wenden des Landes Brandenburg heute in Lübbenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) am 8. Arbeitstreffen mit den Sorbenbeauftragten der Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und der Stadt Cottbus/Chóśebuz teilgenommen. Sie würdigte die Arbeit und das Engagement der Sorbenbeauftragten. „Die Sorbenbeauftragten sind eine unverzichtbare Stimme der Sorben in Brandenburg – sie sind engagierte Ansprechpartner vor Ort und tragen maßgeblich dazu bei, dass die sorbischen/wendischen Anliegen Gehör finden. Ich freue mich, dass wir mit der Einführung hauptamtlicher Sorben/Wenden-Beauftragter die Belange der Minderheit und der Kommunen im kommenden Jahr weiter stärken können. Die Beauftragten sorgen dafür, dass sorbische/wendische Kultur lebendig bleibt und sind wichtige Helferinnen und Helfer, wenn es um praktische Fragen des Minderheitenschutzes in den Kreisen und Gemeinden geht“, so Gutheil. „Das Land hat in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Maßnahmen dazu beigetragen, die Kultur und Sprache der nationalen Minderheit besser zu schützen: Im Jahr 2015 fanden die ersten direkten Wahlen für den Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden beim Landtag statt, 2016 wurde der Landesplan zur Stärkung der niedersorbischen Sprache verabschiedet, 2017 haben wir unsere Förderung der Stiftung für das sorbische Volk erhöht und in diesem Jahr werden wir erstmals den ‘Mina Witkojc-Preis‘ für sorbisches/wendisches sprachliches Engagement vergeben. Für Brandenburg ist die wendische Kultur ein außergewöhnlicher Reichtum, den wir weiterhin bewahren möchten.“

Die Treffen mit den Sorbenbeauftragten finden regelmäßig statt, um aktuelle Themen zu diskutieren und über den Erhalt und die Förderung der sorbischen/wendischen Sprache und Kultur zu beraten. Aktuelle Themen sind unter anderem die Konsequenzen aus der Novellierung des Sorben/Wenden-Gesetzes, die Auswertung der Domowina-Konferenzen zur Strukturentwicklung in der Lausitz sowie die Zusammenarbeit mit anderen Minderheiten und Sprachgruppen in Brandenburg.

Die Sorben/Wenden sind seit rund 1.500 Jahren in der Lausitz ansässig. Sie haben sich trotz Assimilierungsversuchen früherer Herrscher und Regierungen ihre eigene Sprache und ihre von zahlreichen Festen und vielfältigem Brauchtum geprägte Kultur bewahrt. Die Länder Brandenburg und Sachsen und der Bund unterstützen die Bemühungen der Sorben/Wenden, ihre angestammte nationale Identität zu bewahren und weiterzuent­wickeln. Das Land Brandenburg hat 2014 das Sorben/Wenden-Gesetz umfassend novelliert, um die Kultur und Sprache der nationalen Minderheit besser zu schützen und unterstützt die Stiftung für das sorbische Volk jährlich mit 3,1 Millionen Euro.

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