07.10.2018Preise für künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchs

Neues Fenster: Bild - Staatstheater Cottbus 3 - vergrößern ©Marlies Kross

Kultur- und Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute in Cottbus fünf künstlerische und wissenschaftliche Nachwuchskräfte des Staatstheaters Cottbus und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg mit dem Preis der Max-Grünebaum-Stiftung ausgezeichnet und ihnen zum Erhalt der Preise gratuliert. Sie dankte auch der Stiftung für ihr Engagement. „Ich möchte der Stiftung und ihren Stiftern sehr herzlich für ihr herausragendes Engagement danken. Mit ihrer Arbeit knüpft die Stiftung an Ziele an, die auch Max Grünebaum zeit seines Lebens wichtig waren: die Förderung der Kultur, der Bildung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Es ist eine große Geste der Versöhnung, dass seine Nachfahren mit einer Stiftung eine Stadt unterstützen, aus der ihre Familie vertrieben wurde“, so Münch. „Was mich besonders freut: Die Preise erkennen Leistungen in zwei der wichtigsten Cottbuser Institutionen an. Das Staatstheater ist mit seinen verschiedenen Sparten ein kultureller Leuchtturm im Land. Und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg nimmt eine Schlüsselfunktion ein bei der Fachkräftesicherung, der Innovationsfähigkeit und der Strukturentwicklung in der Lausitz. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen mit ihren Leistungen das Potenzial, das in unserer Kultur- und Wissenschaftslandschaft steckt.“

Der Max-Grünebaum-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr drei Mal vergeben, die beiden Förderpreis-Träger erhalten jeweils 3.500 Euro. Der Namensgeber der Stiftung, Max Grünebaum, gründete 1876 in Cottbus eine Firma zur Herstellung von Kammgarnstoffen. Als Unternehmer und Stadtverordneter widmete er sich besonders sozialen Fragen. Zur sozialen Absicherung seiner Mitarbeiter errichtete er unter anderem eine Rentenstiftung und half bei der Gründung von Fürsorge-Anstalten für arme und kranke Kinder. Zudem war er ein großzügiger Förderer des Theaters. Im Jahr 1908 wurde er zum Ehrenbürger von Cottbus ernannt, 1925 starb er. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Familie Grünebaum aus Deutschland vertrieben, ihr Vermögen enteignet. Nach der Wiedervereinigung erhielten die Nachfahren Max Grünebaums eine Entschädigung, mit der sie die Max-Grünebaum-Stiftung gründeten.

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